Feuer in Tiefgarage : Wedel: E-Bikes als mögliche Brandursache

Aus der Tiefgarageneinfahrt im Mühlenweg in Wedel steigt dunkler Rauch auf.
Aus der Tiefgarageneinfahrt im Mühlenweg in Wedel steigt dunkler Rauch auf.

Gegen 8.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Starke Rauch- und Hitzeentwicklung erschwert die Arbeit der Feuerwehr.

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29. Juni 2015, 09:13 Uhr

Wedel | In Wedel (Kreis Pinneberg) hat es am Montagmorgen in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses am Mühlenweg gebrannt. In der Garage mit 20 Stellplätzen stand ein ein Pkw in Flammen, weitere Fahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen. Personen wurden nicht verletzt. Der erste Löschangriff durch Kräfte der gegen 8.30 Uhr alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Wedel wurde über das Treppenhaus des angeschlossenen Wohngebäudes vorgenommen. Um das Wohnhaus vor Rauchgasen zu schützen, wurde umgehend ein Rauchvorhang gesetzt. Dabei handelt es sich um einen Vorhang, der mittels einer Spannstrebe in die Tür geklemmt wird.

Ein technischer Defekt an einem Auto oder einem von zwei in der unmittelbaren Nähe abgestellten E-Bikes als Brandursache ist möglich. Brandstiftung kann auch nicht ausgeschlossen werden, doch ergaben sich bislang keine konkreten Hinweise darauf. Der Opel und die zwei E-Bikes sind Opfer der Flammen geworden. Nach jetzigen Erkenntnissen sind zudem neun weitere Autos und zwei Motorräder sowie die Tiefgarage selbst durch Ruß schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.

Dem ersten Feuerwehrtrupp machte die massive Hitze in der Tiefgarage jedoch so sehr zu schaffen, dass er sich wieder zurückziehen musste. Als alternativer Angriffsweg wurde ein große Zufahrtstor der Tiefgarage geöffnet. Über diesen Zugang wurde eine Druckbelüftung vorgenommen und die Einsatzkräfte wurden erneut in die Tiefgarage geschickt. Darin brannte der Pkw bereits in voller Ausdehnung.

Eine Gasleitung, die durch das Feuer erhitzt wurde, erschwerte die Löscharbeiten zusätzlich. Die Leitung konnte durch die Feuerwehr aber rechtzeitig gekühlt werden, um so die Gefahr zu bannen. Im Einsatzverlauf wurden vier Trupps (acht Personen) unter Atemschutz eingesetzt, sowie zwei weitere Trupps zur Sicherheit in Bereitstellung gebracht. Die zwei Wohngebäude, die durch die Tiefgarage verbunden sind, wurden vorsorglich geräumt. Eine Gefahr für die Bewohner bestand zu keiner Zeit. In der Tiefgarage entstand durch Rauchgas und Hitze ein Sachschaden, der auf eine Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich geschätzt wird. Eine Anwohnerin erlitt einen leichten Schock und wurde vor Ort vonRettungskräften behandelt. Die Statik des Gebäudes dürfte der ersten Einschätzung nach keinen Schaden genommen haben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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