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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 06:05 Uhr

Wedel begrüßt 263 Abc-Schützen

vom

Wedel | "Oh ich freu mich auf den Unterricht morgen. Ich hab auch schon ganz still gesessen. Guck mal, so": Das Mädchen mit den langen blonden Haaren, chic gewellt eigens für den besonderen Anlass, lässt die Hand seiner Mutter los und verfällt kurz in angestrengte Starre. Um gleich wieder locker die Spannung sausen zu lassen, die nach ihrer ersten großen Stunde an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) merklich von ihr abfällt. Und zu bemerken: "Nun tut mein Arm aber auch weh." Verständnisvolles Lächeln der Mutter: Kein Wunder - bei der großen Schultüte.

Gestern sind in Wedel 263 Abc-Schützen eingeschult worden. Dabei gibt es zwischen den drei Grundschulen deutliche Unterschiede in den Schülerzahlen: Die meisten Mädchen und Jungen, nämlich 115, gehen in eine der fünf Klassen der ASS. Die Moorwegschule startet dreizügig mit 68 Abc-Schützen. Das bedeutet einen Zuwachs von neun Schülern an der ASS und einen Rückgang von 14 an der Moorwegschule. Die Altstadtschule hat - ähnlich wie im Vorjahr - vier Klassen mit 80 Schülern.

"Viele Eltern bevorzugen die gebundene Ganztagsschule bis 16 Uhr", erklärt Heike Meyer vom Fachdienst Bildung, Kultur und Sport die hohen Schülerzahlen der ASS. Zwar bietet auch die Moorwegschule, ebenso wie die Altstadtschule, eine Schulkindbetreuung an, doch für die müssen Eltern zahlen. "Dafür ist die Betreuung hier flexibler und nicht so festgelegt", sagt Meyer. Ohne Betreuungswunsch haben Mädchen und Jungen ab mittags frei und können sich Hobbys wie Vereinssport und Musizieren widmen.

Aber auch der Einzugsbereich der Schulen spiele eine entscheidende Rolle, so Meyer. Denn trotz freier Schulwahl schickten Eltern ihre Sprösslinge lieber in der Nähe auf die Schule - wo sie auch schon in den Kindergarten gingen und erste Freundschaften knüpften. Während das Elbhochufer dicht besiedelt ist, wohnen im Norden der Stadt weniger Wedeler. Ein Generationswechsel hin zu mehr jungen Familien entsteht erst. Noch sieht die Stadt keinen Anlass in die Verteilung der Schülerzahlen einzugreifen. "Das Wahlverhalten der Eltern kann sich jederzeit wieder ändern", sagt Meyer. > In unserer Sonderausgabe "Abc-Schützen" am 17. August werden alle Schulanfänger des Kreises Pinneberg mit Bild vorgestellt .

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erstellt am 08.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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