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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 00:19 Uhr

BusinessPark : Wedel begräbt Hafen-Pläne

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Viele geschützte Biotope, viele Einschränkungen und zu hohe Kosten: Beim B-Plan müssen Abstriche gemacht werden. Die Hafensanierung würde die Stadt mit knapp 5 Millionen Euro belasten.

Der Hafen am Elbufer des neuen BusinessParks: Die Architekten und Planer sahen in ihm den gestalterischen Dreh- und Angelpunkt, das maritime Herzstück eines städtebaulich hochwertigen Gewerbegebiets, das auf dem alten Raffineriegelände entstehen soll. Das ist Geschichte. Dienstagabend lagen die aktualisierten B-Plan-Entwürfe für das 18 Hektar große Areal am östlichen Stadtrand auf den Tischen der Planungspolitiker. Darin eine große Grünfläche, wo einst Hafenbecken, Schiffswerften, Gastronomie und Beachclub eingezeichnet waren. Von maritimem Gewerbezentrum und erlebbarem Hafen keine Spur mehr.

Warum, dafür lieferte Bauamtschef Klaus Lieberknecht gleich mehrere Gründe. Etwa naturschutzrechtliche Gutachten. Diese hätte gezeigt, dass am Hang und im Becken gleich mehrere geschützte Biotope entstanden sind. Lieberknecht nannte etwa Süßwasserwatt und Auenwäldchen.

Dann die mögliche Nutzung: Wie berichtet hatten zwei Investoren Interesse für das Hafenareal gezeigt, um ein Segel- und Wassersportzentrum auch als Anlaufpunkt für große Yachten zu realisieren. Beide Projektplaner hätten signalisiert, dass ihre Visionen nur umgesetzt werden könnten, wenn der Hafenbereich nicht wie gewünscht „erlebbar“, sondern andersrum für den öffentlichen Verkehr gesperrt wird. Auch für Rad- und Fußwege, die Wedel am Ufer verlaufen lassen möchte.

Schließlich: das Geld. Rund fünf Millionen Euro müsse Wedel in die Hand nehmen, um den Hafen zu sanieren und nutzbar zu machen. „Aus unserer Sicht ist das nicht vertretbar“, so Lieberknecht. Ebenfalls gestrichen wurde die Gewerbefläche im Südosten des Gebiets samt „Hochpunkt“ – eines der Hochhäuser, die weithin sichtbare markante Eckpunkte des BusinessParks bilden sollten. Ersatz für den „Hochpunkt“ solle es auf dem Hang geben, so Lieberknecht. In diesem Zuge wurde zudem eine Zufahrt zum Hafen aus den Plänen genommen.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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