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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. August 2017 | 19:22 Uhr

Wedel : Wechsel an der Spitze der Sparkasse

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vorstand Josef Musil verlässt das Institut 2017.

Wedel | Die Stadtsparkasse Wedel soll zum 1. Februar 2017 ein neues Gesicht an der Spitze erhalten. Josef Musil wird ab diesem Zeitpunkt nicht mehr im Vorstand tätig sein. „Wir wollen neue Impulse setzen.“ So begründeten Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) und Marc Cybulski, Vorstandsvorsitzender, die Entscheidung des Verwaltungsrats im Pressegespräch.

Musil war seit 1997 Mitglied im Vorstand, wird also insgesamt 20 Jahre in dieser Position gearbeitet haben. „Das ist für einen Topmanager eine lange Zeit“, betont Cybulski. In einer solchen Situation sei es durchaus üblich, personelle Veränderungen vorzunehmen. Auch Schmidt – als Bürgermeister Vorsitzender des Verwaltungsrats der Sparkasse – fügt hinzu: „Es ist keine Entscheidung gegen jemanden, sondern für eine neue Ausrichtung.“

Konkret bedeutet das: Man reagiere auf einen veränderten Markt und auf neue Anforderungen an die Sparkassen. „Manche Erwerbsquellen brechen aufgrund der niedrigen Zinsen weg“, sagt Cybulski. Hinzu komme die immer wichtiger werdende Rolle der Regulatorik, also der Umgang mit der steigenden Zahl von gesetzlichen Richtlinien für die Finanzbranche – besonders für Sparkassen. Man wolle daher auf die Tatsache reagieren, dass es neue Ansprüche auf diesem Feld gebe.

Offiziell wird die Position im Januar ausgeschrieben. Eine Entscheidung durch den Verwaltungsrat soll im März fallen. Das Gremium wählt den Vorstand jeweils für sechs Jahre. Wie die Übergangsphase aussehen soll, ist noch nicht entschieden.

Die Stadtsparkasse Wedel wurde 1875 auf Beschluss des Stadtverordnetenkollegiums eingerichtet. Das Institut wies im Geschäftsjahr 2014 eine Bilanzsumme von 527,85 Millionen  Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 366,14 Millionen .Euro. Die Stadtsparkasse unterhält vier Filialen und beschäftigt 106 Mitarbeiter.

Musil habe „insbesondere in den schwierigen Jahren des Instituts zum Erfolg des Unternehmens nachhaltig beigetragen“, so Schmidt mit Blick auf die Sanierungsphase der Sparkasse von 1996 bis 2003. Er habe stets umsichtig und maßvoll gearbeitet. Wenn der Manager – der auch als Vorsitzender des DRK Wedel tätig ist– das Institut 2017 verlässt, erwartet ihn eine „verdiente Versorgung“, wie Cybulski bestätigt.

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erstellt am 16.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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