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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 23:15 Uhr

Wedel : Was die Orgel so alles kann

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 08:58 Uhr

So mancher Zuhörer wird in Zukunft die Orgelmusik in der Wedeler Immanuel-Kirche mit „anderen Ohren“ hören. Im Rahmen der Feierabend-Konzertreihe „19 x 31“ gab es jetzt eine Veranstaltung, in der man nicht nur sehr unterschiedliche Werke zu hören bekam. Kantorin Susanne Krau gab auch Erläuterungen zu dem Instrument und seinen Klängen.

Dabei konnte man auch ganz dicht am Geschehen sitzen – eben auf der sonst nur den Aktiven vorbehaltenen Empore. Mit kurzen Informationen und Hinweisen gab es jeweils Einstimmungen zu den verschiedenen Darbietungen. So war zu lernen, dass die Schuke-Orgel drei sogenannte Werke hat, zwei Klaviaturen am Spieltisch für die Hände und die mit den Füssen zu bedienenden Pedale.

In großen Gotteshäusern haben die Orgeln mehr Werke, aber Wedel beschränkt sich zwangsweise auf nur drei, weil die Kirche nicht die nötigen Ausmaße hat. Instrument und Bauwerk müssen halt miteinander harmonieren. Dennoch bieten sich auch in der Immanuel-Kirche reichlich Klangmöglichkeiten. So reichte die Variationsbreite von zarten Flötentönen bis hin zu gewaltigem Bläserchor mit Echo.

Besonders eindrucksvoll war das, was Susanne Krau ein „Solo für Pedale“ nannte: Es stammte von Johann Sebastian Bach und lautet offiziell „Pedalexercitium in g“. Diese Trainingseinheit für flotte Fussarbeit war beeindruckend und ist bei einem Konzert normalerweise nicht zu hören, kommen werkbedingt schließlich nur die allertieftsten Töne heraus.

Das nächste Konzert der Reihe „19 x 31“ (19 Konzerte jeweils am 31. eines Monats) wird am 31. März gegeben. Unter dem Titel „Orgelmeditation“ (Musik zu Passion und Abendmahl) kommen Werke von Bach, Dister und Mendelssohn-Bartholdy zur Aufführung. Der Eintritt ist frei, jedoch wird um eine Spende gebeten, um zu den Veranstaltungen gute Musiker und Musikerinnen holen zu können.

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