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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. Dezember 2017 | 18:08 Uhr

Wahlkabarett geht auf große Fahrt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Beratung für den Wähler „Wir schiffen das!“

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2017 | 16:00 Uhr

Über die Bundestagswahl am 24. September freut sich das Theater Wedel besonders. Denn die Mimen vom Wahlkabarett können endlich wieder so richtig Dampf ablassen. Ende vergangenen Jahres hat sich die Gruppe um Andreas Prehm, der seit 2005 Motor und Antrieb der Kabarett-Crew ist, das erste Mal getroffen – und gleich reichlich Ideen zusammengetragen. „Wir machen es diesmal sehr szenisch“, verrät der Autor und Spieler, der nicht nur die Fäden zusammenhält, sondern auch für die Regie innerhalb der Bonmots und für die Dramaturgie des gesamten Abends verantwortlich ist.

Im Schreiben bekommt Prehm tatkräftige Unterstützung. Seine Frau Lena Prehm hat viele der Szenen entwickelt und auch der musikalische Leiter Andreas Ravn hat geholfen, die Ideenliste in spielbare Texte umzusetzen. Merkels Parole „Wir schaffen das!“ wird in Wedel zu einem beherzten „Wir schiffen das!“. Damit gibt die Kabarett-Crew auch gleich das Set vor. Die Rahmenhandlung spielt auf einem Kreuzfahrtschiff. Dort werden Gedanken etwa zu Flüchtlingen und Glyphosat, zu unterschiedlicher Bezahlung von Frauen und Männern und zu Fake News ausgetauscht. „Alles Themen, die einen in den letzten Monaten beschäftigt haben“, fasst Prehm den Mix treffend zusammen. Zwei Nummern stehen zudem für die Einarbeitung brandaktueller Meldungen bereit. Und eine Gesamtpointe wurde auch noch gefunden, berichtet der Allrounder und strahlt. Seine Andeutung bleibt allerdings nebulös: „Die Passagiere denken, es ist eine Kreuzfahrt, die Besatzung weiß mehr.“

Besonders freut Prehm, dass sie eine wichtige Wahlkabarett-Tradition fortsetzen können: die „Du - Ja“-Stücke von Wolfgang von der Heide. Der konnte die wortkargen Zwiegespräche für das letzte Programm noch selbst schreiben. Inzwischen ist er verstorben. Trocken und kurz sind die Dialoge. Da muss jeder Satz stimmen. Lena Prehm hat es versucht, und den Nerv der Form gefunden. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Prehm im Namen aller.  

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