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Autofähre Wedel-Jork : Votum der Politik steht weiter aus

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kein Vorwärtskommen im Autofähr-Projekt: Die Fraktionen warten auf eine Pro-Contra-Liste der Verwaltung.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Lange Diskussionen und am Ende kann sich die Politik nicht zu dem positiven Votum durchringen, das in der Luft lag: Der Planungsausschuss hat die Positionierung zur geplanten Autofährverbindung zwischen Wedels BusinessPark und Jork vertagt. Wie berichtet hatte die FDP mit einem Antrag die Vorlage für ein positives Signal gegeben und Bedingungen genannt, unter denen die Verwaltung das Projekt „mit Nachdruck“ verfolgen solle. Die SPD dagegen wollte eine positive Begleitung zunächst ohne Bedingungen. Die Linke wollte wenigstens die Forderungen mit reinstricken, dass die Stadt von Verkehrsbelastungen und Kosten freigehalten wird.

Ausschusschef Michael Schernikau (CDU) wiederum verdeutlichte: Seine Partei stehe hinter dem Fährprojekt. Angesichts der Länder verbindenden Verkehrsfunktion liege die Finanzierungsverantwortung der Infrastruktur allerdings auf Landesebene, nicht in Wedel.

Tatsächlich stehe im Budget zur BusinessPark-Sanierung zurzeit kein Euro für die Fähren-Infrastruktur zur Verfügung, sagte Bürgermeister Niels Schmidt. Er rate davon ab, Geld aus diesem Topf zu verplanen, bevor die Sanierung vollständig abgeschlossen ist, um für mögliche Überraschungen gewappnet zu sein.

Schernikau indes verdeutlichte, er höre tendenziell deutlich Zustimmung für die Autofähre bei den Wedeler Fraktionen heraus. Er riet dazu, dennoch mit dem Votum abzuwarten, bis die Verwaltung in der kommenden Sitzung eine Bewertung des Vorhabens vorlegt. Eben dies war auch die Position bei WSI und Grünen und wurde schließlich mehrheitlich beschlossen.

Für Ralf-Thomas Rapp, Autofähren-Projektleiter bei Becker Marine Systems, ist dieser Ausgang wenig hilfreich. Bevor sich Becker Marine nicht mit der Verwaltung an einen Tisch setzen könne, sei es nicht möglich, das Projekt weiter durchzuplanen und auf Landes- oder Bundesebene für Finanzmittel zu werben, so Rapp.

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