zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 06:41 Uhr

Wedel : Vorstoß für mehr sozialen Wohnungsbau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

30-Prozent-Klausel für neue B-Pläne beschlossen.

shz.de von
erstellt am 07.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Es war ein monatelanger Vorlauf – jetzt ist die SPD am Ziel. Mit den Stimmen von Grünen, WSI, FDP und Linken haben die Sozialdemokraten ihren überarbeiteten Antrag durchbekommen, wonach bei Neuaufstellung und Änderung von B-Plänen 30 Prozent der beantragten Nettowohnflächen mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung erstellt werde sollen. Dies gilt für Miet- wie auch für Eigentumswohnungsbau ab einer Wohnfläche von 1500 Quadratmetern. Die Maßgabe soll am Ende der Wahlperiode kritisch geprüft und gegebenenfalls geändert werden.

Mit der klaren Quadratmetervorgabe und der Befristung könnten die Grünen „ohne Wenn und Aber zustimmen“, so Fraktionssprecher Olaf Wuttke. „Wenn wir jetzt nicht anfangen, wird gar nichts passieren“, kommentierte Fraktionschef Joachim Funck das Ja der WSI. Auch die FDP stimme zu, so Martin Schumacher, planungspolitischer Sprecher. Auf die Marktwirtschaft zu hoffen, wie es seine Partei gern getan hätte, funktioniere nicht. Der Antrag liefere einen eindeutigen Rahmen, und es sei klar, dass jeweils im Einzelfall entschieden werde. Auch Linke-Vertreter Dieter Strüven befürwortete die 30-Prozent-Klausel, merkte allerdings an: 1500 Quadratmeter seien im Grunde zu viel.

„Zu wenig!“ konterte Jörg Keller (CDU). Seine Partei war strikt gegen den Antrag, der „eine nachfragegerechte Wohnraumentwicklung verhindere“, so Kai Burmester Sein Diktum: „Verhandeln ist besser als reglementieren.“

Auch Ausschusschef und CDU-Fraktionsvize Michael Schernikau warnte: „Wenn Sie so ein Postulat an die Tür der Stadt heften, wird Wedel Nord als Baugebiet nie entwickelt werden.“ 30 Prozent würden zwischen 300 und 500 Sozialwohnungen auf dem Areal bedeuten. Eine solche Konzentration würde das Land nicht zulassen, so Schernikau. Zudem werde sich kein Adressat für die Forderung finden. „Es gibt dort 23 Eigentümer: Wer soll da die 30 Prozent tragen? Ich frage ernsthaft nach der Umsetzbarkeit“, so Schernikau.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen