DRK Wedel : Vor großen Aufgaben

DRK-Vorsitzender Josef Musil und seine frische wiedergewählte Vize-Chefin Ursula Kissig.
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DRK-Vorsitzender Josef Musil und seine frische wiedergewählte Vize-Chefin Ursula Kissig.

Der Ortsverein plant den Ausbau des Betreuten Wohnens und den Umzug der Sozialstation. Ursula Kissig bleibt Vize-Vorsitzende.

shz.de von
14. Juni 2014, 15:00 Uhr

Wedel | Mehr als 9000 geleistete Ehrenamtsstunden, rund 17.000 Besucher in der Begegnungsstätte mit ihren 26 Angeboten, fast 150 Fälle, in denen über „Menschen helfen Menschen“ Not gelindert werden konnte. Dazu 130 Kunden, die 32 Mitarbeiterinnen der mit Pflege-Note 1,0 zertifizierte Sozialstation betreuen – 50 in der in Wedel einzigartigen ambulanten Palliativversorgung. Und schließlich Jahreseinnahmen von rund 1,9 Millionen Euro, die eine Rücklage von gut 200.000 Euro ermöglichen. Dies sind nur einige der Zahl und Daten, die belegen, dass das Deutsche Rote Kreuz Wedel (DRK) grundsolide aufgestellt ist. Und sich damit gerüstet zeigt für ein breites Spektrum an sozialen Aufgaben in der Stadt, die von dem Ortsverein geleistet werden können, wie Josef Musil während der Jahreshauptversammlung aufzeigte.

Der Ortsvereinsvorsitzende musste an so mancher Stelle indes auch verdeutlichen: Es braucht bestimmte Rahmenbedingungen sowie eine starke wirtschaftliche Grundlage, damit dies so bleibt. Eben daran arbeitet das DRK. Beispiel Pflegedienst. Mit Unternehmensberatern konnte die Pflege-Note nochmals verbessert werden. Zudem gewähre man den Mitarbeitern Freiräume zur Betreuung ohne Stoppuhr und überdurchschnittliche Gehälter. Ergebnis: Die Sozialstation genieße einen sehr guten Ruf und trage zum positiven Image des Ortsvereins bei, so Musil. Und zur Finanzbasis. Die Pflege ist mit fast 60 Prozent das Schwergewicht unter den Einnahme-Posten.

Mit dem anstehenden Auszug der Rettungsdienst-Kooperation aus der Rettungswache Pinneberger Straße soll diese saniert werden – dafür die Rücklage – und anschließend zum neuen Domizil der Sozialstation werden. Ein Umzug, angedacht für 2016, der möglicherweise mit einer Angebotserweiterung einhergehe, so Musil.

Wie berichtet soll mit dem Bau eines Mehrgenerationenhauses auf dem DRK-Grundstück in der Höckner-Straße auch das Betreute Wohnen erweitert werden. Ein weiterer Schritt Richtung finanzielle Unabhängigkeit, so Musil.

Eine Idee dabei sei, die benachbarte Begegnungsstätte zu nutzen statt eigene Sozialräume zu bauen. So bleibe mehr Platz für Wohnraum. Ohnehin müsse das DRK grundsätzliche Überlegungen zu dem bei Senioren gefragten Treff anstellen. Zuschusskürzungen seitens der Stadt von 10.000 Euro im laufenden Vertrag hätten trotz Beitragserhöhungen und Angebotskürzungen nur aus dem investiven Bereich kompensiert werden können. „Auf Dauer funktioniert so etwas nicht“, sagte Musil. Auch Richtung Stadt, wo angesichts der Steuerkrise Vertrag und Budget für den Begegnungsstätten-Betrieb neu verhandelt wird. Bürgermeister Niels Schmidt versicherte: „Wie das DRK in vielen Bereichen verlässlicher Partner der Stadt ist, bleibt Wedel ein verlässlicher Partner für das DRK.“

Verlässlich, das hätte auch gut Stichwort für die Wahl der Zweiten Vorsitzenden werden können – die obligatorisch zur Wiederwahl wurde. Ohne Gegenstimme geht Ursula Kissig in eine weitere Amtszeit. Sie hat den Posten seit 38 Jahren inne. Ebenfalls wiedergewählt wurde Beisitzerin Maria Inkmann. Mareike Kohring wurde als Ortsleiterin des Jugendrotkreuzes bestätigt.

Fördermitglieder: Für 25 Jahre DRK-Mitgliedschaft wurden geehrt: Helga Höfer, Horst Höfer, Barb Brunckhorst, Lisa Kudlik, Martin Sonnenberg, Waltraud Sonnenberg, Heinz Winkler, Magdalene Heinsohn, Ursula Dirla, Ingeborg Beese. Für 30 Jahre Karin Kaulvers, Martin Händel, Rita Bello-Tarife. Für 35 Jahre Barbara Köster, Christa Kilian. Für 40 Jahre Gerhard Kellermann. Für 45 Jahre Egon Dumke, Elfriede Schwertfeger. Für 50 Jahre Rita Eriksson. Für 55 Jahre Lotte Körner / Ehrenamtliche Mitglieder: Für 15 Jahre aktiver ehrenamtlicher Dienst wurden geehrt Margarete Holler, Heidi Oertel, Tim Dietz. Für 20 Jahre Brigitte Kretschmann, Rainer Bertheau, Robert Radland, Björn Westphal, Lars Westphal. Für 30 Jahre Josefine Reimer, Magdalena Weber, Waltraud Rubach. Für 40 Jahre Ursula Kissig.
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