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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. August 2017 | 01:26 Uhr

Schulaktion : Vor dem Gericht der Tiere

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Fünftklässler des Johann-Rist-Gymnasiums beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Tierschutz und entwickelten ein Theaterstück.

Wedel | Wie wäre es eigentlich, wenn die Tiere mehr zu sagen hätten auf unserer Welt? Damit beschäftigte sich die 5b des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG) gerade im Deutschunterricht. Grundlage war das Theaterstück „Der Mensch vor dem Gericht der Tiere“ von Helen Gori.

Darin wird die Spezies Mensch angeklagt, „eine unermeßlich große Zahl von unschuldigen Tieren umgebracht, gefressen, gequält, geschlachtet, hingerichtet, gejagt, erschossen und überfahren zu haben.“ Und steht wegen „untierischen Quälereien und Massenmorden“ vor dem Gericht der Tiere. Die Schüler wollten das Stück unbedingt auf die Bühne des JRG bringen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Beate Sydow setzten sie es um. Da es mehr Schüler als Rollen gab, schrieb die zehnjährige Hannah kurzerhand eine Fortsetzung und textete ein passendes Lied. Das Theaterstück soll noch einmal nach den Sommerferien für die neuen Fünftklässler aufgeführt werden.

Engagement zeigten die Schüler aber auch außerhalb des Unterrichts: Sie bastelten ihre Tierkostüme zuhause. Und befragten Nachbarn nach ihrem Essverhalten: „Biofleisch oder nicht?“ Denn den jungen Menschen ist durch das Projekt wichtiger geworden, dass die Tiere artgerecht behandelt werden und mehr Leute darauf achten wo ihr Fleisch herkommt, so der Tenor der Schüler.

Für eine Überraschung sorgte Helin. Die Zehnjährige hatte ein Tierschutzplakat angefertigt. Als sie es durch die Bahnhofstraße trug, traf sie zufällig einen Greenpeace-Mitarbeiter. Sie kamen ins Gespräch. „Kurz entschlossen lud sie ihn ein, zur Aufführung zu kommen“, sagt Sydow. Tatsächlich saß Lijoy dann im Publikum. Er sei begeistert von dem Einsatz der Kinder für den Tierschutz gewesen und unterstütze die Jungen und Mädchen nun mit Infomaterial. „Und die Klasse hat sich vorgenommen, ab sofort sehr genau die Zeitung zu studieren und auf Berichte über Tierquälerei besonders zu achten“, sagt Sydow.

Die Verbraucherschutzzentrale Hamburg rät dazu, beim Fleischkauf- und konsum auf „artgerecht und maßvoll statt billig und massenhaft“ zu achten. Die Deutschen essen pro Kopf jährlich rund 60 Kilogramm Fleisch. Neben gesundheitsschädlichen Folgen durch mit Antibiotika verseuchtes Fleisch, wirkt sich der Fleischkonsum auch auf den Klimawandel aus. Deswegen gibt es immer mehr vegetarisch und vegan lebende Menschen in Deutschland. Aktuell sind es laut Vegetarierbund Deutschland zirka 800.000 Veganer und etwa sieben Millionen Vegetarier.
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erstellt am 30.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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