Von Höhenrausch bis Soßenschmaus

Mit großer Ruhe und Geschick erklimmt Liessa (13) Kiste um Kiste den selbstgebauten Turm. Gesichert wird sie von Christopher Gramm vom SV Hörnerkirchen.
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Mit großer Ruhe und Geschick erklimmt Liessa (13) Kiste um Kiste den selbstgebauten Turm. Gesichert wird sie von Christopher Gramm vom SV Hörnerkirchen.

Die Hallenübernachtung ist bei der Sport-Jugendkulturwoche der Höhepunkt

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19. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Die Sport-Jugendkulturwoche in Holm findet Liessa ganz prima. Die 13 Jahre alte Holmerin ist bereits zum zweiten Mal dabei. „Es ist toll, was ich hier in den Ferien alles unternehmen kann“, sagt sie. Mit den Betreuern, „die alle so nett sind“, war sie beispielsweise im Klettergarten in Heist. Das Tummeln in den Bäumen liebt sie, wie sie sagt, hat dort sogar schon ihren Geburtstag gefeiert. Kein Wunder also, dass sie bei der traditionell angebotenen Hallenübernachtung in der Mehrzweckhalle ihrer Heimatgemeinde besonders beim Cola-Kisten-Klettern ganz vorn mit dabei ist.

Das Kistenklettern wird von Christopher Gramm und Ralf Matschke vom SV Hörnerkirchen angeboten. Die beiden gehören dem Team der Teestube in Brande-Hörnerkirchen an. Beide sind im Besitz eines Kletterscheins des Deutschen Alpenvereins. Denn passieren darf natürlich nichts, wenn sich die Kinder geschickt einen Turm in Hallenhöhe aufbauen, indem sie, während sie auf dem Rand der oberen Kiste balancieren, eine weitere Kiste draufsetzen. 16 Stück hat Liessa diesmal geschafft – das ist ihr persönlicher Rekord. Und mehr hätten es auch nicht sein können, denn die Decke war knapp über ihr.

Aber sich selbst zu beweisen, ist gar nicht das tolle, weiß Matschke. „Der Kick ist, sich fallenzulassen“, sagt er. Der Turm wird so lange von dem Erbauer geschaukelt, bis er umkippt und das Kind dann in dem Sicherungsseil hängt.

Einer, der immer wieder kommt, ist Jens Koopmann. Der Hetlinger ist inzwischen 25 Jahre alt und seine Rolle hat sich im Laufe der Jahre verändert. Als Zwölfjähriger wurde er von Jugendpfleger Sven Kahns im Hetlinger Jugendtreff betreut, heute steht er Kahns und dem Helgerteam zur Seite. Und zwar in seiner besten Disziplin, dem Kochen. Das macht er normalerweise im Haselauer Landhaus, aber für die Teilnehmer der Hallenübernachtung stellt er sich an den Gaststättenherd, um – ehrenamtlich – das Abendessen zuzubereiten. „Seine Nudelsoßen sind der Hammer“, schwärmt denn auch Kahns, bevor er im Kreise der 25 Mädchen und Jungen sowie zahlreicher Helfer seine Portion verputzt. Dass die Kinder die pikante Käsesoße geradezu verschlingen, erstaunt ihn immer wieder.

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