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Tribal-Festival in Wedel : Von Gothic-Show bis Bauchtanz

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Tänzerinnen aus Norddeutschland stehen auf der Bühne bei der zweiten Auflage der Veranstaltung in der Rolandstadt.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Höchst selten kommt es vor, dass es in Wedel eine Kulturveranstaltung gibt, die man in Hamburg vergeblich sucht. Doch am 18. und 19. Oktober ist dies der Fall: Im Ernst-Barlach-Saal im Tinsdaler Weg 44 wird getanzt, was Bauch und Hüften hergeben. Jeweils ab 19 Uhr steigt ein Tribal-Festival, wobei das Programm an beiden Abenden verschieden ist; Am Freitag die „Open Stage“, am Sonnabend die „Gala-Show“

Bei „Tribal“ handelt es sich um eine bunte Mischung ganz verschiedener Stile. Die Palette reicht von Bauchtanz über Flamenco bis hin zu Break-Dance und Hiphop, zeigt jedoch ebenso Elemente des indischen und afrikanischen Tanzes. Selbst Gothic-Style ist dabei. Meist treten Gruppen gemeinsam auf, es gibt aber inzwischen auch Duos und Solisten. Bemerkenswert ist, dass es in Wedel seit sieben Jahren eine Tribal-Gruppe von neun Frauen gibt und das Festival bereits zum zweiten Mal stattfindet. Wedel ist im Vergleich zu Hamburg als Städtchen zu bezeichnen, doch während hier der relativ junge Tanzstil inzwischen ein festes Zuhause hat, spielt Tribal in der Metropole keine Rolle. Somit erklärt es sich auch, dass mit Susanne Lohse eine der beiden Veranstalterinnen aus der Hansestadt kommt. Ihre Partnerin aus Wedel ist Theda Möller.

Sie ist voller Vorfreude: „Es kommen Aktive aus ganz Norddeutschland zu uns.“ Klar, dass deren Können durchaus unterschiedlich ist, je nach dem, wie lange die Frauen dabei sind. Obwohl der Stil bereits vor 30 Jahren im sonnigen Kalifornien in San Francisco entstanden ist, hat es eine Weile gedauert, bis die Welle nach Europa übergeschwappt ist. In Deutschland bestehen Tribal-Gruppen seit etwa elf Jahren. Hochburg in Norddeutschland ist Hannover.

Als Urtyp gilt der „American Tribal Style“, kurz ATS genannt. Inzwischen ist er sogar international von entsprechenden Tanzorganisationen anerkannt. Weiter entwickelt hat sich der Stil auch – es gibt mittlerweile neben den traditionellen Tänzen wie Flamenco auch die modernen Ausdrucksmöglichkeiten von Breakdance über Jazz und
Hiphop bis hin zum schwarzen „Gothic“. Alles wird in Wedel zu sehen sein.

Knaller bei der Galashow

Während der sogenannten „offenen Bühne“ am Freitag wird man die verschiedenen Richtungen und Niveaus erleben können. Auch Mitmachen ist angesagt, da der wesentliche Teil des Tribal in Gruppen getanzt wird, wo es eine Vortänzerin gibt. Die anderen machen es nach oder sehen an bestimmten Zeichen, was gleich kommt. Es geht also neben Beweglichkeit und Musikalität auch um Gruppengefühl und Kommunikation. In den neu entwickelten Richtungen ist häufig mehr Individualität und Sololeistung gefragt.

Am Sonnabend steht eine Galashow im Vordergrund. „Wir sind selbst gespannt, was es da an neusten Knallern geben wird,“ räumt Möller ein. Auf jeden Fall steht reichlich Lebensfreude, viel Action und mitreißende Musik ins Haus. Damit es eine wirklich runde Sache wird, werden die Besucher an beiden Abenden mit leckerer Kost aus der arabischen Küche verwöhnt. Selbstverständlich stehen auch Getränke zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen Basar mit reichlich Ständen, wo das ganze Drumherum nebst Accessoires angeboten wird.

Schließlich ist das Outfit beim Tribal mindestens genauso wichtig wie das Tanzen. „Die Vorbereitung zu so einer Show mit Kostümen, Schminke, Schmuck und diversem Zierwerk braucht ab einer Stunde aufwärts“, erklärt Möller. Dabei darf der Fantasie freier Lauf gelassen werden. So ziemlich alles was gefällt ist erlaubt. Somit dürften auch die beiden Modenschauen, die zum Programm gehören, höchst interessant werden.

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