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Ars Secumaris in Holm : Vom Golfplatz zur Ausstellung

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bis zum 15. Januar 2016 zeigt Hans-Christian Berlimont 70 Bilder in den Räumen von Bernhardt Apparatebau in Holm.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 14:00 Uhr

Holm | Weiträumige Landschaften, eindrucksvolle Städtebilder, Menschen bei der Arbeit oder beim Feiern, das Meer in seiner Unendlichkeit, lauter Reiseimpressionen. Hans-Christian Berlimont hat sie in Bilder umgesetzt, Aquarelle, Acrylgemälde, Zeichnungen. Dann wieder geht er akribisch ins Detail. Mal eine Blüte in prachtvoller Entfaltung, mal ein Hering oder eine Krabbe auf dem Teller. Es ist ein breit gefächertes Spektrum der Motive und Techniken, das sich dem Beschauer bietet. 70 Arbeiten des Künstlers umfasst die Ausstellung der Veranstaltungsreihe „ars secumaris“, „Mit Pinsel und Palette auf Reisen“ ist sie überschrieben. Bis zum 15. Januar 2016 ist sie in den Räumen des Holmer Unternehmens Bernhardt Apparatebau, Bredhornweg 39, während der regulären Bürozeiten zu bewundern. Der Eintritt ist frei.

Die Vernissage brachte Kunstliebhaber aus nah und fern zusammen. Viele von ihnen offensichtlich ebenfalls reisefreudig: „Das da ist der Leuchtturm von Kampen. Und dahinter der Golfplatz, den kenne ich natürlich auch“, kommentierte eine Besucherin vor dem entsprechenden Gemälde.

Das Golfspiel hatte einen wichtigen Platz in der Vorgeschichte der Ausstellung, plauderte der Maler aus. Ein Freund habe ihm während eines Spiels voller Begeisterung von den Ausstellungen im Hause Bernhardt erzählt. Daraufhin habe er sich sogleich um einen Termin bemüht. „Dann stand ich sechs Jahre lang auf der Warteliste. Als schließlich der Anruf mit der Terminzusage kam, hatte ich meine Anfrage schon fast vergessen.“ Jetzt prangt das Bildnis eines Golfers wie ein schwarzer Schatten auf orangerotem Grund unübersehbar im Eingangsbereich der Schau.

Das Malen war jahrzehntelang Hobby für den Bankkaufmann. Aber seitdem der inzwischen 71-Jährige den Ruhestand genießt, betreibt er die Kunst mit zunehmender Intensität. Ursprünglich Autodidakt nahm Berlimont inzwischen auch Unterricht und belegte Seminare. „Er ist fleißig“, bescheinigte Laudator Dieter Dreger dem Künstler. Und genau das sei die Grundlage der handwerklichen Meisterschaft, ohne die wahre Kunst nicht entstehe.

Firmenchef Jan-Ulrich Bernhardt würzte seine Rede zur Ausstellungseröffnung mit amüsanten Details. Irgendwas müsse man nun mal mit den kahlen weißen Wänden im Gebäude anfangen, untertrieb er. So sei 2005 die Idee von „ars secumaris“ entstanden. Ihre Ausstrahlungskraft sei inzwischen so stark, dass bis 2026 alle Termine ausgebucht sind.

Bernhardts Tochter, Musikpädagogin Julia Bernhardt, und ihre Schülerin Laureen Lotter begleiteten die Vernissage musikalisch mit vierhändigem Spiel.

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