Voller Stimmgewalt und Emotionen

„Halleluja!“: Die New York Gospel Stars brachten die Christuskirche Schulau zum Beben.
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„Halleluja!“: Die New York Gospel Stars brachten die Christuskirche Schulau zum Beben.

400 Besucher erleben ein mitreißendes Konzert der New York Gospel Stars in der Christuskirche

shz.de von
26. Januar 2018, 16:00 Uhr

Elisabeth Schenk war sogar ganz aus dem Süden der Republik angereist. „In erster Linie, um meinen Lebensgefährten in Moorrege zu besuchen. Aber als große Gospel-Fans lassen wir uns diesen Auftritt der New York Gospel Stars heute hier in Wedel natürlich nicht entgehen“, so die Allgäuerin. Zuvor hatte Edith Rachor vom Kirchengemeimderat der Christurkirche Schulau die mehr als 400 Besucher begrüßt und mit einem Augenzwinkern angemerkt, dass es „doch sehr beruhigend“ sei, dass der aus Funk und Fernsehen bekannte Gospelchor aus New York und nicht aus Washington käme. „Sonst hätten sie vielleicht noch jemanden mitgebracht, den wir dann gleich wieder nach Hause geschickt hätten“, sagte Rachor. Und ließ die Besucher wissen: So viel Publikum wünsche sie sich auch gern zu den sonntäglichen Gottesdiensten.

Dann war es soweit und das zehnköpfige Ensemble, das bereits zum dritten Mal in Wedel auftrat, hielt im Rahmen seiner aktuellen Jubiläumstournee Einzug in die Christuskirche. Der Chor verstand es dank seiner enormen Ausstrahlungskraft, einer einzigartigen Stimmgewalt und jeder Menge Emotionen, die Besucher von Beginn an zu begeistern.

Dies gelang mit einer wohldosierten Mixtur aus klassischem Gospel, Jazz, Soul und auch R’n’B sowie mit dem Grammy-Preisträger Craig Wiggins als Chorleiter und Mittelpunkt der Protagonisten. Diese schafften es zu jeder Zeit, authentischen Gospel mit professionellem Showbusiness zu vereinen. Das alles sowohl in bunten Gospel-Roben wie auch in feiner Abendgarderobe. Stücke wie „When the Saints Go Marching In“, „Amazing Grace“, „Up Where We Belong“, „Down By the Riverside“, „I Believe I Can Fly“ oder unter die Haut gehende A-capella-Einlagen bei „Ride on King Jesus“ und „No Man Can Hinder Me“ entlockten dem Publikum einen tosenden Applaus nach dem anderen.

„Wahnsinn, wir sind restlos begeistert. Genau so haben wir es uns gewünscht“, freuten sich Isabelle Müller und Freundin Merle Wieters aus Hamburg-Blankenese. Kathrin Scherpers sprach schon zur Hälfte des Konzerts der momentan fast täglich an anderen Orten auftretenden US-Amerikaner von einem „beeindruckenden Auftritt“. Nach kurzer Verschnauf-pause legten die Künstler dann so richtig los. Allen voran Matia Washington, die zum Auftakt als Verneigung vor Whitney Houston mit „I Will Allways Love You“ als Solistin brillierte und mit ihrer exzellenten Stimme für den wohl emotionalsten Moment des Abends sorgte.

Je länger die Darbietung, desto mehr ging das Publikum vom Sitz- auch in den Standmodus über. Schunkelnd, singend und tanzend klang der Abend aus. Da durfte natürlich unter zahlreichen Zugaben auch „O Happy Day“ nicht fehlen. Und das Gotteshaus an der Feldstraße begann zu beben.


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