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Spaß trotz Ochsenmarkt „light“ : Volksfest an der Schulauer Straße

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gute Stimmung trotz abgespeckter Variante mit Musik, Tanz, Kinderfest und Flohmarkt.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 13:00 Uhr

Wedel | Kein Viehauftrieb, kein Feuerwerk, kein Sonntags-Frühschoppen, und auch der Bürgermeister-Rundgang mit Schnapsrunde fiel aus: Der traditionelle Wedeler Ochsenmarkt geriet dieses Mal eine deutliche Nummer kleiner. Vor allem die seit 16 Jahren zum ersten Mal ausgebliebene Attraktion der Veranstaltung, der Auftrieb von Rindern aus fast ganz Norddeutschland mit den Händlern, die vor den Augen der Besucher per Handschlag ihre Geschäfte abschließen, wurde schmerzlich vermisst. „Das ist sehr schade, denn das war immer am interessantesten“, sagte eine Besucherin.

Grund für den Ausfall des Viehauftriebs war eine veterinärrechtliche Vorgabe des Landes, nach der wegen der Gefahr einer Virusansteckung von allen Herden Blutproben gefordert wurden. Das war den Händlern zu aufwändig. Retter in der Not, damit der Veranstaltung wenigstens ein Hauch von Ochsenmarkt erhalten blieb, war Volker Klein, Edeka-Markt-Inhaber und Hobbyzüchter aus Wedel, der acht Schottische Hochlandrinder aus seiner Herde mitgebracht hatte. „Wir mussten den Tieren komplett Blut abnehmen lassen und die Hufe beschneiden. Erst einen Tag vor dem Startschuss gab der Amtstierarzt grünes Licht“,erläuterte Klein.

Zur Freude vor allem der jüngsten Besucher durften die langfelligen Rindviecher mit Heu gefüttert und, falls diese es zuließen, auch einmal vorsichtig gestreichelt werden. Anfassen ließen sich auf jeden Fall die Kaninchen der Züchter aus Holm im Kleintierzelt. Dort informierten auch der Jagdverband Hegering Wedel, der Imkerverein Uetersen und Umgebung sowie der Heimatbund mit seiner Reepschläger-Gruppe über ihre Aktivitäten. Auf dem Außenareal präsentierte das Oldtimer-Zentrum Holm historische Trecker.

Den traditionellen Anschnitt eines 250 Kilogramm schweren Ochsen nahm wie in den Vorjahren Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) vor. Mehr als 15 Stunden hatte Fleischermeister Marc Fülscher von der Fleischer-Innung Westküste den Riesenbraten bewacht und immer wieder gedreht. Der Ochse stammt von einem Hof in Groß Nordende. „Kurze Transportwege und damit weniger Stress für die Tiere sind mit entscheidend für die Qualität. Zudem stärkt die Partnerschaft zu regionalen Landwirten auch unseren regionalen Wirtschaftskreislauf“, sagte Ehren-Landesinnungsmeister Peter Raabe.

Bei einem Frühschoppen am Sonnabend gab die Trachtentanzgruppe des Heimatbunds Wedel Kostproben ihres Könnens. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein. Am Abend brachten die Rockgruppen Don’t kill the Octopus und Selfish die Planen des Festzelts zum Flattern. Am Sonntagmorgen lockte ein Flohmarkt zahlreiche Schnäppchenjäger zur Schulauer Straße. Beim Tanz in den Mai vergnügten sich mehrere hundert Partygänger zur Musik der Showband Ohrbeben.

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