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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 22:04 Uhr

Viele Ideen zum Forschungsthema

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Erste Mitgliederversammlung Johann-Rist-Gesellschaft plant Erlebnisausstellung im 350. Todesjahr des Wedeler Pastors

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Aufbruchstimmung war auf der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung der jungen Johann-Rist-Gesellschaft zu spüren. 20 leidenschaftliche Ristianer hatten die Gesellschaft am 13. Oktober 2015 gegründet. Auf 42 Mitglieder ist sie bis heute angewachsen. Davon kamen 24 Donnerstagabend in die Mensa des Rist-Gymnasiums: ein deutliches Zeichen für das Interesse der Gesellschafter.

In ihren Berichten schilderten der Vorsitzende Matthias Dworzack und Schatzmeister Werner Ballendat anschaulich von den Aufbauarbeiten, die für einen neu gegründeten Verein zu leisten sind. Der Internetauftritt steht, das Büro ist eingerichtet, die „Graswurzelarbeit“ – Netzwerken und Fundraising – erfolgreich angekurbelt, das Corporate Design entwickelt und das Gründungskonzert mit großem Erfolg vollbracht, zählte Dworzack auf: „Wir arbeiten ehrenamtlich, aber in professionellen Strukturen“, lautete sein Fazit.

Auch Schatzmeister Ballendat konnte Positives vermelden. Die junge Gesellschaft hat in ihrem ersten Jahr gut gewirtschaftet. Konzert, Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschüsse brachten rund 16  700 Euro ein. Dem stehen Ausgaben von gut 10  000 Euro gegenüber. Bleiben in der Kasse gut 6600 Euro Überschuss. Ein Polster, das weiter anwachsen soll, denn „nicht alle Dinge, die wir in Richtung Forschung vorhaben, bringen Geld ein“, mahnte Ballendat.


Literarischer Rundgang und zwei Konzerte


Da Vorsitzender und Schatzmeister laut Satzung in allen geraden Jahren gewählt werden – die erste ordentliche Mitgliederversammlung sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr stattgefunden haben –, standen während der Premiere bereits erste Wahlen an. Die wurden schnell abgearbeitet. In kurzem Prozedere bestätigten die Anwesenden Dworzack und Ballendat in ihren Ämtern einstimmig.

Für das 350. Todesjahr Johann Rists, das 2017 ansteht, sind bereits verschiedene Projekte der Gesellschaft in Planung. Unter anderem soll eine Ausstellung im Stadtmuseum den Namensgeber umfassend darstellen. Das ganze Spektrum seiner Betätigungsfelder werde aufgearbeitet, verriet Anke Kjer, darunter Rists Verhältnis zu Theologie und Reformation, zu Musik und Theater sowie sein Verständnis von Natur. Für die Konzeption ist Museumsleiterin Sabine Weiss verantwortlich, unterstützt wird sie von profunden Ristkennern aus den Reihen der Gesellschaft. Titel der Schau sind die Ristzeilen „Lachet ihr Himmel und tanzet ihr Sterne“. Auch für die Vernissage am 23. September gebe es bereits viele Ideen, berichtete Kjer. Die interessanteste ist noch ganz wage: Den Organisatoren schwebt ein „kleines barockes Streitgespräch“ vor, das als Schauspiel die historische Zeit aufleben lässt.

Vorständler Arno Schöppe warb auf der Mitgliederversammlung für Mitstreiter, die ihn bei der Realisation von literarischen Rundgängen zum Thema Rist unterstützen. Seine Idee: Die Monatsschriften des Dichters thematisch zum Programm machen und an Originalschauplätzen von ihnen berichten. Zum Todestag am 31. August schwebt Schöppe zudem eine szenische Lesung der erhaltenen Leichenpredigt vor.

Musikalisch sind zwei Veranstaltungen für dieses Jahr geplant: „Lebensart und Sterbenskunst“ heißt ein Konzert am 12. November, das speziell für den Theologen komponierte Trauermusik zur Aufführung bringt. Zudem sollen aus Anlass der 500-Jahr-Feier der Reformation Rists musikalische Katechismus-Andachten in einem Gesprächskonzert vorgestellt werden. Hierfür stehe allerdings noch kein Aufführungstermin fest, so Dworzack. 

>  www.johann-rist.de

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