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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 08:54 Uhr

Viele Besucher dank der Bustouristen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Dorfmuseum Haselau Trägerverein auf der Suche nach neuen Mitgliedern

Das Dorfmuseum „Historische Sammlung Haselau“ hat sich auch in 2016 bei Besuchern großer Beliebtheit erfreut. Durch die Visiten von Bustouristen unter der Leitung von Haseldorfs Gästeführerin Annegret Hamster sind etwa 650 Interessierte in die beiden Museumshäuser gekommen. „Ansonsten halten sich die Besucherzahlen in Grenzen, wie überall“, sagte Vorsitzender Dieter Günther. Im vergangenen Jahr seien während der monatlichen Sonntagsöffnung jeweils 15 bis 20 Gäste gezählt worden. Viele sind Naherholungssuchende, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. „Die Haselauer gehen ja nicht jedes Jahr ins Museum“, meinte er.

Zur Jahreshauptversammlung in den Jägerkrug kamen 18 von den 111 Mitgliedern. Günther ist immer auf der Suche nach Mitstreitern. „Es kommt ganz selten jemand auf mich zu, aber wenn ich auf die Leute zugehe, treten sie auch ein“, freut sich Günther. Klein, aber fein, sei die Sammlung. „Wir haben sogar eine Schatzkammer“, sagt der Vorsitzende. Um neue Personenkreise zu erschließen, wurde im vergangene Jahr ein offener Familientag organisiert. „Es kamen 30 Erwachsene, aber nur zwei Kinder“, berichtete Günther. Dabei bietet die Sammlung auch für Kinder und Jugendliche viel Wissenwertes.

Das Museum ist zwar nur von Mai bis Oktober geöffnet, gearbeitet wird aber das ganze Jahr über. Eine Handvoll Aktive treffen sich jeden Dienstag für zwei bis drei Stunden um aufzuräumen und zu werkeln. Der große Frühjahrsputz ist terminiert: Am Sonnabend, 6. Mai, findet das Großreinemachen ab 9 Uhr statt. Helfer sind jederzeit willkommen. Sie können sich bei Günther unter Telefon (0  41  29) 4  68 melden.


Berührende Erlebnisse bei den Führungen


Dem Verein sind acht Reepschläger, also Seilhersteller, angeschlossen. Ihre Vorführungen sind bei den Besuchern sehr beliebt. Wer sich dem Team, das jüngste Mitglied ist 35 Jahre alt, anschließen möchte, kann sich ebenfalls bei Günther melden.

Bei den Museumsdiensten komme es auch immer wieder zu berührenden Begegnungen, weiß Günther zu berichten. So kam ein irisches Paar vorbei. Der Urgroßvater der etwa 50 Jahre alten Besucherin habe aus Haselau gestammt, verriet die Irin. Günther führte sie durch die Sammlung und berichtete auch davon, dass die Gaststätte Wüstenberg, von der die Durchfahrt noch erhalten ist, 1943 durch Bomben zerstört wurde. „Als ich mit meinem Vortrag fertig war, legte sie mir ihre Hand auf die Schulter und sagte ‚Sorry‘ – das hat mich tief berührt“, gesteht Günther.

Auch das Plattdeutsche wird gepflegt. Wenn Reisegesellschaften kommen, werden sie für die Führung geteilt. „Dann unterstützt mich immer Gerd Richert und amüsiert die Leute auf Platt mit seinen Geschichten“, sagt Günther dankbar.

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www.historische-sammlung.de

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