Hetlingen : Viel gelernt, Einiges erreicht

Politische Arbeit: Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats mit ihren Unterstützern während der jüngsten Sitzung vor der Wahl.
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Politische Arbeit: Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats mit ihren Unterstützern während der jüngsten Sitzung vor der Wahl.

Positive Bilanz des Hetlinger Kinder- und Jugendbeirats. Sechs Schüler kandidieren für zweite Amtszeit.

shz.de von
15. Mai 2015, 10:00 Uhr

„Eine super Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen, aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen und viel Neues kennenzulernen“. So erlebten Julius Körner und seine Mitstreiter den ersten Kinder- und Jugendbeirat der Gemeinde Hetlingen. Ein Jahr lang dauerte ihre Amtszeit. Jetzt stehen Neuwahlen an, diesmal für zwei Jahre. Im „Hetlinger Treff“ kam das Gremium noch einmal zusammen, um die letzten Wahlvorbereitungen abzusegnen. Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) und Hanna Wegner von der Stadtverwaltung Uetersen waren wie immer dabei und machten damit die Wertschätzung deutlich, die der Beirat inzwischen genießt. Gemeindevertreter Oliver Schönfeldt (CDU) gesellte sich zu ihnen, auch er saß nicht zum ersten Mal in der Runde.

Gewählt wird am 21. und 22. Mai von 15 bis 20 beziehungsweise 15.30 bis 19 Uhr im Jugendraum, Hauptstraße 65, und am 24. Mai von 14 bis 18 Uhr in der Grundschule. Wahlberechtigt sind alle Hetlinger im Alter von acht bis 21 Jahren. Außer dem 16-jährigen Körner stellen sich vier 17-Jährige zur Wahl, Anika Koskowski, Janne Martinsteg, Florian Kleinwort und Bennett Skibbe. León Gerhartz ist mit 14 der jüngste der Kandidaten.

Bei der Wahl vor einem Jahr lag die Wahlbeteiligung bei 36 Prozent. Ein gutes Ergebnis, das die Repräsentanten der Hetlinger Jugend aber gern noch toppen möchten. Eingehend diskutierten sie deshalb die Vorschläge für ein attraktives Plakat, das an vielen Plätzen im Dorf aufgestellt werden soll. In den Klassen der Grundschule werden die Jungpolitiker zudem persönlich antreten, um für den Urnengang Stimmung zu machen.

Aber wie erreichen sie all diejenigen, die aus dem Grundschulalter heraus sind? Auch da sind die sechs Kandidaten optimistisch, denn viele besuchen, wie sie selbst, das Johann-Rist-Gymnasium in Wedel. „Die kennen wir alle“, meinen die sechs lässig, und auch sonst gebe es im Dorf keine Jugendlichen, die sie nicht persönlich erreichen könnten.

Über das, was sie in ihrer nächsten Amtszeit erreichen wollen, haben die Kandidaten ebenfalls sehr konkrete Vorstellungen: Der Schulwald soll erlebbarer werden. Das gehört zu ihrem Bestreben, Hetlingen als Schulstandort zu stärken. Alle Kinder sollen von Verbesserungen der Spielplätze profitieren und für die Älteren, die weiterführende Schulen in Wedel oder Uetersen besuchen, geht der Kampf um Zuschüsse zum Fahrgeld weiter.

Da schöben sich Land und Kreis gegenseitig den Schwarzen Peter zu, bemängelte Beiratsvorsitzender Körner in seinem Tätigkeitsbericht. Die bisherigen Anstrengungen hätten den Kinder- und Jugendvertretern allerdings schon eine Menge Aufmerksamkeit verschafft. Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier (CDU) habe vorgeschlagen, das Anliegen im November in Kiel im Rahmen der Veranstaltung „Jugend im Landtag“ zur Sprache zu bringen. Auch mit Thomas Hölck, für die SPD im Landtag, stehe er in Briefkontakt, so Körner.

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