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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. Oktober 2017 | 02:26 Uhr

Verzaubert von Cembalo und Flöte

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Konzert in der Christuskirche: Freimut Stümke und Hans-Jürgen Pincus als musikalische Reiseleiter und Entführer

In der Schulauer Christuskirche trat ein besonderes Duo zum Konzert an: Kantor Freimut Stümke am Cembalo und Hans-Jürgen Pincus mit der Flöte. Die beiden Profis nahmen ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Reichlich Beifall war der Lohn – sowohl für ihre Leistung als auch für die Idee zu dieser selten gehörten Kombination.

Obwohl beide Musiker in Wedel wohnen, hatten sie sich bei einer Veranstaltung auf der Nordseeinsel Amrum kennengelernt und beschlossen, mal etwas gemeinsam auf die Beine beziehungsweise Bühne zu stellen. Damit man instrumental auch zusammen passte, musste Stümke „seiner“ großen Kirchenorgel den Rücken zuwenden und bediente stattdessen das grazile Cembalo.


Hörgenuss vom Feinsten


Auch dort begeisterte er mit flinken Fingern und gekonnter Interpretation. Bei einem so hochkarätigen Gast wie Pincus war das unerlässlich, wenn denn alles gut zusammen klingen soll. Letzterer hat immerhin fast in der ganzen Welt gespielt, nicht als Strassenmusikant, sondern in renommierten Orchestern und entsprechend berühmten Häusern.

Pincus war Mitglied des würtembergischen Staatsorchesters, des NDR-Sinfonieorchesters, Gast bei den Berliner Philharmonikern, spielte verschiedene Flöten unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach und Daniel Barenboim.

So war es nun in der Wedeler Christuskirche nicht verwunderlich, dass man bei seinem virtuosen Spiel an das Märchen vom Rattenfänger von Hameln denken musste. Man fühlte sich verzaubert und entführt in eine andere Welt: Beim Flötensolo von Debussy etwa glaubt man fast das Schilf des Nils rauschen zu hören. Bei Werken von Vivaldi oder Devienne wähnt man sich im Festsaal eines Fürstenhofs vor 300 Jahren. Ob ein Rondo von Mozart oder Teile der berühmten h-moll-Suite von Johann Sebastian Bach – einem Meister seines Fachs zu lauschen, das ist Genuss vom Feinsten.


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