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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 02:15 Uhr

Verwaltungsjobs sollen attraktiver werden

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schwieriger Arbeitsmarkt Wedel will Personalbindung und -gewinnung forcieren

Personalprobleme plagen Wedels Verwaltung: Für die Stadt wird es immer schwerer, Mitarbeiter zu halten und qualifizierte neue Kräfte zu gewinnen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die derzeit die Runde durch die Ausschüsse macht.

Hintergrund sei zum einen der schwieriger werdende Arbeitsmarkt im Bereich des öffentlichen Dienstes. Zum anderen werde das Problem speziell für Wedel verstärkt, weil die Rolandstadt vor einer erheblichen Pensionierungs- und Verrentungswelle stehe, heißt es seitens der Verwaltung. Sie prognostiziert: Bis 2020 werden 27 Prozent der Mitarbeiter das Rathaus aufgrund von Renteneintritt oder Fluktuation verlassen haben. Entspricht 100 von 360 Beschäftigten. Dem gegenüber stehe ein stetig steigender Fachkräftemangel: Keine gute Mischung und für die Stadt ein Grund gegenzusteuern.

Dem Haupt- und Finanzausschuss liegt vor diesem Hintergrund derzeit ein Maßnahmenpaket zur Personalbindung und -gewinnung vor. Auf der Liste stehen etwa Ausweitung der Telearbeit, Fahrtkostenbeteiligung, Umzugshilfen, Zusatzversicherungen, Arbeitgeberdarlehen und Abrechnung von Dienstreisezeit als Arbeitszeit. Ziel sei, den „Ruf der Stadt Wedel als attraktiver Arbeitgeber in der Metropolregion zu festigen“, so Bürgermeister Niels Schmidt.


Erstmals mussten jetzt Headhunter ran


Zugleich sollen es die Maßnahmen der Verwaltung leichter machen, Personal auf einem Markt mit vielen attraktiven freien Stellen im öffentlichen Dienst zu gewinnen. In der Vergangenheit sei man im Zuge der Haushaltskonsolidierung eher in die Gegenrichtung marschiert, konstatierte Schmidt. Beamten- und tarifrechtliche Möglichkeiten seien nahezu ausgeschöpft und zudem bereits Standard bei allen öffentlichen Arbeitgebern, so der Schmidt mit Blick auf die Konkurrenzsituation mit anderen Kommunen.

Wie schwierig selbst die Gewinnung von Führungskräften sei, hat sich laut aktuellem Personalbericht bei der jüngsten Besetzung von drei Fachdienst- und Fachbereichsleiterstellen gezeigt. Trotz breiter Ausschreibung hätten von insgesamt 45 Bewerbern lediglich zehn ein geeignetes Profil gehabt. Erstmals habe man daher auf Headhunter zurückgreifen müssen. Als Fazit heißt es seitens des Fachdiensts Personal: Die Attraktivität der Stadt als Arbeitgeber habe keine ausreichende Überzeugungskraft. Die Politik vermisste in erster Diskussion vor allem Darstellungen finanzieller Auswirkungen. Die Verwaltung will nun in diesem Punkt nachbessern.

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erstellt am 18.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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