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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. August 2017 | 17:21 Uhr

Wedel : Verschlickung wird zum Dauerproblem

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hafenbecken und Anleger Willkomm Höft müssen erneut und künftig jedes Jahr ausgebaggert werden.

Wedel | 13.30 Uhr, Niedrigwasser: Im Hafenbecken eine einzige Schlickfläche, der Bereich zwischen Ufer und dem Anleger Willkomm Höft nahezu trocken gefallen. Bilder, die Wedel aus dem vergangenen Jahr kennt – und hoffte, so schnell nicht wieder zu sehen. Die Hoffnung hat sich zerschlagen. Erneut muss das Hafenbecken freigespült werden, wieder wird der Ponton eingeschleppt und der Bereich unter dem Betonschwimmkörper auf Tiefe gebracht. Arbeiten, die wohl künftig im Jahresturnus anfallen werden, hieß es auf Tageblatt-Anfrage seitens der Verwaltung.

Neue Quermole gleich weniger Verschlickung: Gemessen am vergangenen Jahr scheint diese Rechnung aufgegangen zu sein. Laut Bauamt sollen 15.000 Kubikmeter Sedimente per Injektionsverfahren aus dem Becken gespült werden. 2016 waren es 25.000 Kubikmeter. Da wurden allerdings auch Strömungsarmut in der Elbe und die Hafenbauarbeiten als Faktoren für einen größeren Sedimenteintrag geltend gemacht. Doch egal ob 25.000 oder 15.000: Der Schlick muss raus, um den Hafen tatsächlich für den Sportbootbetrieb nutzen zu können. Das kostet: 20.000 Euro setzt die Stadt in diesem Jahr für die Arbeiten an, die am 20. Februar beginnen und vier Tage dauern sollen.

Suche nach Betreibern bislang erfolglos

Aktuell verhandelt die Stadt wieder mit potenziellen Betreibern, nachdem die lange Suche bislang erfolglos war. Ob die allerdings bereit sind, auch die Baggerkosten zu tragen, ist fraglich. Bei der Stadt geht man inzwischen jedenfalls davon aus, dass jährlich zwischen 11.000 und 15.000 Kubikmeter Schlick eingetragen werden und folglich wieder rausbewegt werden müssen.

Das ist nicht das einzige Schlickproblem. Auch der Anleger Willkomm Höft muss erneut freigespült werden. Erstmals drohte der Beton-Schwimmkörper 2015 aufzusetzen und damit Schaden zu nehmen. Der Ponton wurde eingeschleppt und die Elbe an der Liegestelle ausgebaggert. 2016 dann das gleiche Prozedere.

Wie im vergangenen Jahr wird die MS Akke wieder im Einsatz sein.

Wie im vergangenen Jahr wird die MS Akke wieder im Einsatz sein.

Foto: Oliver Gabriel
 

Am 6. März geht der Anleger nun wieder auf Reisen Richtung Tonnenhafen, um ihn freizulegen. Kosten dafür: 24.000 Euro. Wie berichtet ist die Ursache für die Verschlickung dort eine geringere Strömung als vor dem Bau berechnet. Grund sind Buhnen, die eine Art Bucht für den Anleger bilden. Auch dies dürfte sich nach Einschätzung der Verwaltung nun jährlich wiederholen.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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