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Feuerwehr-Übung : Verletzte im brennenden Schuppen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Brandstiftung im Obstparadies: Vorbildlich meistert Wedels Jugendfeuerwehr eine gemeinsame Übung mit der großen Wehr.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Wedel | Kurz nach 19 Uhr schrillen in der Feuerwache die Glocken und alarmieren Aktive und Jugendfeuerwehr. Auch bei den Johannitern klingelt es: Brandstiftung im Obstparadies. An mehreren Stellen lodern Flammen und in einem brennenden Schuppen sind Personen eingeschlossen. So sah das Szenario einer großen gemeinsamen Übung aus, das Jugendausbilder Kristof Söring ausgearbeitet hatte.

Wenige Minuten später rollten die ersten Fahrzeuge auf den Obsthof Kleinwort. Angesichts der Weitläufigkeit des Geländes dauerte es zwei Stunden, bis alle Personen in Sicherheit waren und nichts mehr brannte. Dann endlich konnten die schon recht erschöpften Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 17 Jahren die Schläuche wieder aufrollen.

Ein kräftiges warmes Essen in demselben Gebäude, aus dem kurze Zeit vorher noch bedrohlicher Qualm gequollen war, weckte aber schnell die Lebensgeister und es gab viel zu erzählen. Froh und stolz waren sie alle, denn am Ende der Übung hatte es vom stellvertretenden Wehrführer Uwe Brandt ein dickes Lob für den Einsatz gegeben.

Ziel der Übung sei es, die Gemeinschaft zu fördern und dem Feuerwehrnachwuchs einen Vorgeschmack auf die spätere Arbeit in der Einsatzabteilung zu geben, erläuterte Feuerwehrsprecher Holger Koschek. Jeder einzelne Trupp wurde von einem aktiven Feuerwehrmann begleitet. Vier Ausbilder der Jugendgruppe waren zur Unterstützung dabei.

Das war auch gut so, denn es gab für die jungen Leute genügend überraschende Situationen, die immer wieder Fragen aufwarfen. Dazu kamen gelegentliche Wartezeiten im Ablauf der Aktionen, welche die jugendliche Geduld auf harte Proben stellte, etwa wenn noch kein Wasser im Schlauch war, obwohl Flammen längst lichterloh in die Höhe schossen. Die Antwort war einfach: Erst musste eine 700 Meter lange Leitung verlegt werden, ehe die Pumpen das Nass zum Feuer transportieren konnten.

Ohnehin stand die Brandbekämpfung erst an zweiter Stelle. Zunächst mussten alle Personen aus den Gefahrenzonen in Sicherheit gebracht werden. Es gab viele Verletzte, sehr überzeugend und mit großem schauspielerischen Talent von jungen Johannitern dargestellt. Sie wurden zu einer Sammelstelle getragen und dort bestens versorgt. Schon hierbei demonstrierte die Jugendfeuerwehr ihren hohen Ausbildungsstand.

Obsthofinhaber Dirk und Ute Kleinwort ernteten herzlichen Dank dafür, dass sie ihren Besitz für die Übung zur Verfügung gestellt hatten. Beide fühlten sich aber auch belohnt: „Wir wissen jetzt, wie gut wir im Ernstfall geschützt werden“, kommentierten sie den Einsatz.

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