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Stopp für die Nordumfahrungsplanung : Verkehrs-BI fürchtet „Tod der historischen Altstadt“

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Verkehr werde vermutlich zeitweilig völlig zum Erliegen kommen, heißt es in einer Mitteilung.

Wedel | Nach dem überraschenden Stopp der Nordumfahrungsplanung schaltet sich jetzt die Bürgerinitiative für Verkehrsberuhigung in die Debatte um die Entscheidung ein. In einer Presseerklärung der Interessenvertreter blechlawinen-geplagter Altstadtbewohner heißt es: „Kommt die Umgehung nicht, wird sich der Verkehr weiterhin durch den Stadtkern quälen müssen. Dies wird auf lange Sicht den Tod der historischen Altstadt bedeuten.“

Der Verkehr werde vermutlich zeitweilig völlig zum Erliegen kommen, heißt es in der Mitteilung. Aktuelle Staus zu Hauptverkehrszeiten seien ein deutliches Vorzeichen. Die B431 sei bereits jetzt an der Belastungsgrenze.

Mit Fertigstellung des Hafens werde demnächst ein Vorgeschmack gegeben, wenn Ausflugsverkehr an schönen Tagen die Altstadt verstopft, prognostiziert die BI. Zudem sei durch den Businesspark oder eine mögliche Autofähren-Anbindung mit Mehrverkehr zu rechnen. Ebenso wie durch das geplante Wohngebiet Wedel Nord. „Wenn im Norden fast 1000 weitere neue Wohneinheiten entstehen sollen, dann heißt dies auch, dass mindestens 1000 zusätzliche PKW den innerörtlichen Verkehr in Wedel belasten werden“, steht in dem Papier.

Solche Entwicklungen scheinen Grüne und SPD nicht zu kümmern, wenn sie die bereits zugesagten Gelder für die Umgehungsplanung zurückhalten, so die BI: „Eine solche Politik hat Wedel nicht verdient!“ Die Grünen hätten „vor der Zeit unter der neuen Führung“ die Umgehung inklusive Shared Spaces in der Mühlenstraße selbst vorgeschlagen. „So viel zur Zuverlässigkeit langfristiger Grüner Politik“, heißt es wörtlich seitens der BI. „Wenn sie die Umgehung jetzt stoppen, sollten sie vorher alternative Verkehrsführungen für Alt- und Innenstadt entwickeln, fordert die Initiative. Gleiches gelte für die Sozialdemokraten: „Oder hat die SPD die Vorstellung, irgendwie doch noch eine Südumfahrung der Altstadt zu bauen?“

Nach Einschätzung der BI hat eine „nördliche Teilumgehung eine hohe Entlastungswirkung“. Sie sei „für das weitere Wachstum Wedels zwingend notwendig und hat darüber hinaus für die gesamte Region eine wichtige Verkehrslenkungsaufgabe.“

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erstellt am 16.Okt.2015 | 10:00 Uhr

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