Verdienter Lohn für harte Arbeit

Großer Abschlussapplaus für die Teilnehmer des WEMMP.
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Großer Abschlussapplaus für die Teilnehmer des WEMMP.

Jugend-Musik Projekt WEMMP begeistert Publikum / Krönender Abschluss der halbjährigen Arbeit im Barlach-Saal

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14. Juli 2015, 16:00 Uhr

Viel geübt, großer Applaus: Mit einem Abschlusskonzert im Barlach-Saal ging am Sonntag das Wedeler Musik und Medien Projekt (WEMMP) der Musikschule Wedel nach einem halben Jahr voller Arbeit und vielen Übungswochenenden vor begeistertem Publikum zu Ende. Dass sich der Einsatz gelohnt hatte zeigte der Beifall, den die fast 150 Zuhörer den jungen Leuten und ihrem Dozententeam zollten.

Insgesamt zehn Musikstücke hatten Musikschulleiter Michael Schröder und sein Team mit den etwa 30 Jugendlichen aus der Rolandstadt einstudiert. Und nicht nur das: Auch Tontechnik, Lichtshow, Moderationstexte und Pressearbeit inklusive Homepage-Erstellung hatten die Event-Eleven übernommen.

Nach guten Erfahrungen, die Schröder zusammen mit Fabio Niehaus und Sandro Jahn 2013 im internationalen Jugendmusik-Sommercamp Pasch in der Türkei gesammelt hatte, war er überzeugt: „Das können unsere Kinder aus Wedel auch.“ Ziel sei es gewesen, abseits von „Deutschland sucht den Superstar“ den Jugendlichen deutlich zu machen, wieviel Arbeit und Durchhaltevermögen dazugehöre, ein richtiges Konzert auf die Beine zu stellen.

„Wir haben den Kindern immer gesagt, es ist nicht wichtig was du kannst, sondern was du bereit bist einzubringen“, so Schröder. Insofern hätten die, die bei der Stange geblieben waren, viel an neuen Erfahrungen und Kenntnissen mitnehmen können.
Schröders Resümee: „Es war erstaunlich, welche Kreativität sich im Laufe der Zeit doch noch bei den einzelnen Teilnehmern entwickelt hat.“ Das sahen die Kinder auch so. Eva Oldenburg, Mitglied in der Mediengruppe: „Wir haben viel gelernt, hatten aber auch viel Spaß.“

Für Mitstreiter Niehaus hätte das Projekt auch noch ein paar Wochen weitergehen können. „Die Schüler können auf sich selbst vertrauen, die brauchen uns eigentlich gar nicht“, so sein Urteil. Und eine der Geigerinnen, Janina Nguyen, hat ihr nächstes Projekt schon für nach den Sommerferien geplant.

Große Hochachtung fürs Dozententeam kam von Uta Lina Gräper, selbst Mutter einer der Orchestermitspielerinnen: „Gerade mit dieser schwierigen Altersgruppe zu arbeiten ist eine nicht zu unterschätzende Leistung.“ Heidi Garling, CDU-Mitglied im Kulturausschuss, meinte: „Mit dem Heranführen von Jugendlichen an Musik wird ja nicht nur deren Sozialisation, sondern auch die Integrationsfähigkeit gefördert.“

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