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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 12:11 Uhr

Sanierung : Verdichtung: Wertgrund bessert nach

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

70 neue Wohnungen: Eigentümer reagiert auf Kritik an baulicher Dichte und Parkplatzsituation

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 12:00 Uhr

Wedel | Die Wertgrund Immobilien AG hat auf Kritik und Anregungen bezüglich ihrer Sanierungs- und Nachverdichtungspläne in der Wohnanlage Am Rain / Galgenberg / Tinsdaler Weg reagiert und überarbeitete Pläne für ihr Projekt vorgelegt. Im Kern haben die Änderungen weniger bauliche Dichte und eine Verbesserung der Parkverkehrssituation ergeben.

Nur noch sieben neue Baukörper sieht Wertgrund in puncto Verdichtung auf dem Grundstück vor. Dies bedeutet Abstriche bei den neuen Wohnungen: Statt 64 sind nun 50 geplant. Das soll dem offenen Charakter der Wohnanlage besser gerecht werden als die ersten Entwürfe. Auch die grüne Mitte der Bestandsriegel aus dem 1950er Jahren soll erhalten bleiben. Aus diesem Grund verzichten die Investoren auf eine Tiefgarage, die den Baumbestand zerstören würde. Im ersten Anlauf sollten dafür insgesamt 154 Parkplätze auf dem Grundstück jeweils vertikal zu den Straßen untergebracht werden. Aktuell sieht Wertgrund nur noch 116 Stellflächen vor, angeordnet in kleine Sackgassen, die ein geordnetes Einfädeln in den fließenden Verkehr erlauben. Dies hob insbesondere die CDU positiv hervor. Die Christdemokraten hatten an der Ursprungsplanung bemängelt, dass mit permanentem Rückwärts-Einfädeln vor allem in eine viel befahrene Straße wie den Tinsdaler Weg ein hohes Gefahrenpotenzial einhergehe.

14 öffentlich geförderte Wohneinheiten

Auch die Grünen konnten im Planungsausschuss, wo Wertgrund die neuen Konzepte vorstellte, mit den reduzierten Parkplätzen gut leben. Anders die SPD. Sie sah in diesem Punkt Nachbesserungsbedarf.

Beim Thema Sozialwohnungen waren es Linke und WSI, die einhakten. 14 Wohnungen sollen in einem aus zwei Gebäuden kombinierten neuen Komplex entstehen, entspricht 28 Prozent des Neubauvolumens. Knackpunkt: Wertgrund will auf den Bestandsgebäuden Aufstocken und dort weitere 20 Wohnungen schaffen. Macht insgesamt 70 neue Wohneinheiten und damit bei gelten 30-Prozent-Sozialwohnungsbau-Quote entsprechend mit öffentlich geförderten Wohnraum, rechnete die Linke vor. Korrektur seitens der Verwaltung: Der Dachgeschossausbau selbst erfordert keine B-Plan-Änderung, somit fällt er aus der 30-Prozent-Forderung raus.

Unverändert ist die Absicht von Wertgrund, die 100 Bestandswohnungen umfassend zu sanieren und Balkone anzubauen. 40 Prozent Energieersparnis soll die Modernisierung bringen. Die Maßnahme werde moderat auf die Mieter umgelegt, eine Kostenexplosion sei ausgeschlossen, so die Unternehmensvertreter. Im Sommer sprach Wertgrund von einer Mehrbelastung von 0,69 bis 1,09 Euro pro Quadratmeter für die Bewohner. Die Gesamtinvestitionssumme bezifferten die Projektplaner seinerzeit mit rund 14,5 Millionen Euro.

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