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Wedel-Schulauer Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:48 Uhr

Wedel : Veganer haben die stabilsten Haare

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Acht Gruppen der fünften und sechsten Klassen der Gebrüder-Humboldt-Schule bei „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb in Geesthacht.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2015 | 16:30 Uhr

Wedel | Das Thema für den Wettbewerb „Schüler experimentieren“ im Rahmen von „Jugend forscht“ war für Annika, Deniz und Smilla schnell klar. Das ständige Herumspielen der drei Schülerinnen der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) an den eigenen Haaren ließ die Frage aufkommen: „Wie stabil ist eigentlich Kopfhaar?“ Die eigenen Haare, die von Mitschülern und Lehrern wurden gesammelt und dann dem Härtetest ausgesetzt. Mit Gewichten wurde die Stabilität ermittelt. Jetzt stellten die drei – ebenso wie weitere sieben Gruppen der GHS – ihre Ergebnisse beim Regionalwettbewerb des größten europäischen Jugendwettbewerbs im Bereich Naturwissenschaften und Technik in Geesthacht vor.

„Dunkle Haare sind stabiler als helle“, sagte Deniz. Zudem seien die von älteren Personen stabiler als die der Schüler. Wobei älter bei den Fünft- und Sechstklässlern natürlich sehr weit gefächert wurde. Bis zu 300 Gramm trugen die Haare in den Testreihen. Am stabilsten war das Haar einer vegan lebenden Mitschülerin. „Wer mehr Gemüse als Fleisch ist, hat stabilere Haare“, so Smilla. „Könnte stabilere Haare haben“, schränkten Arne Behring und Steffen Lehrke, die die Fünftklässler betreuten, ein und ergänzten: „Das könnte aber eine These für das kommende Jahr sein.“

Dann sind die Schüler der sechsten Klassen, die von Jennifer Kröger und Franziska Sievert betreut wurden zu alt für den Wettstreit. „Wir freuen uns aber, wenn Schüler sich auch nach den beiden Jahren privat beteiligen“, sagte Kröger. So wie zwei Schüler der neunten Klasse. Diese hatten sich – als bekennende und überzeugte Nichtraucher – immer wieder über Zigarettenstummel auf dem Boden geärgert. Zigarettenstummel wurden gesammelt, die Filter abgepuhlt und der Rest in Wasser aufgelöst. Nach dem Filtern wurden damit Pflanzen gegossen. Das Ergebnis: Bei Pflanzen, die das „Zigaretten-Wasser“ erhielten, war das Wachstum deutlich gehemmt.

„Die Projekte waren teilweise sehr spannend“, sagte Behring. Am Ende gab es trotz zwei zweiter Plätze, einem dritten und dem „Sonderpreis umweltfreundliche Innovation“ für ungiftige Finger- und Fenstermalfarbe, in der untere anderem Mehl und Rote Beete zum Einsatz kamen, einen kleinen Wermutstropfen. „Leider hat kein Team das Landesfinale in Kiel erreicht“, so Lehrke.

Den nächsten Angriff unternimmt die GHS im kommenden Jahr. Dann vielleicht auch mit älteren Schülern. Derzeit werde zusammen mit Andreas Herwig, der seinen Dienst als Schulleiter vor zweieinhalb Wochen antrat, überlegt, ob eine AG „Jugend forscht“ ab der siebten Klasse eingerichtet werden könne. Schon in seiner Antrittsrede hatte Herwig angekündigt, das Mint-Projekt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in den Fokus zu nehmen.

Folgende Projekte wurden vom 5. Jahrgang eingereicht: „Stabilität von Kopfhaaren“ (2. Platz), „Kompostieren leicht gemacht“ (3. Platz), „Batterien aus nachwachsenden Rohstoffen“, „Petersilienwachstum“. Die Sechstklässler setzten sich mit „Ungiftigen Finger- und Fenstermalfarben“ (Sonderpreis), „Farbiger Kreide aus Naturstoffen“ (2. Preis), „Tinte selber machen“ und „KTM vs. Graupner - Auto vs. Motorrad“ auseinander.
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