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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 16:18 Uhr

Wedel : Vattenfalls Gasleitung 2015 baureif

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Meilenstein erreicht“: Der Energiekonzern treibt in Kooperation mit Wedels Stadtwerken Planung für die GuD-Pipeline voran.

Wedel | Trotz ausstehender Entscheidung über die Zukunft der Fernwärmeversorgung für Hamburgs Westen treibt Vattenfall die Planung für den Bau einer Gasleitung voran. Die Pipeline soll dass Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) versorgen – wenn es denn kommt. „Noch ist alles offen“, sagte Timo Stampe, Vattenfalls-Projektbeauftragter für den Leitungsbau, am Mittwoch im Rahmen eines Informationstreffens in Wedel.

Nicht so das Leitungsbau-Verfahren. Da sei bereits ein „Meilenstein erreicht“, sagte Stampe. Alle privaten Eigner, über deren Grundstücke die aktuelle Pipeline-Trasse verläuft, hätten ihre Zustimmung für den Bau gegeben – „wenn die Leitung denn kommt“, so Stampe. Jetzt stehe die Abstimmung mit den Kommunen an. Mitte 2015 solle das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein.

Auch gebe es bereits einen positiven Bauvorbescheid für die Übergabemessstation in Hetlingen. Dort dockt die Leitung an die Gaspipeline von Gasuni an, für die aktuell der so genannte Elbedüker, ein Versorgungstunnel unter der Elbe, erneuert wird. Von Hetlingen aus geht es über Holm ein Stück die B431 entlang, um nach Nordosten zu verspringen. Dort folgt sie der Nordumfahrungstrasse mit Südschwenk Richtung Autal. Entlang der Bahnlinie geht’s weiter Richtung Osten bis zur Industriestraße und parallel zur Fahrbahn zum Kraftwerksgelände. Insgesamt rund zwölf Kilometer Strecke.

Maximal zwei Jahre setzt Vattenfall gegebenenfalls für die Realisierung in geschlossener Bauweise mit horizontaler Bohrung an. Sprich: Es gibt einzelne Eintritts- und Austrittsbaugruben für den Bohrer geben und keine durchgehenden Kanäle. Mit am Tisch saßen Vertreter von Wedels Stadtwerken, auf deren Bauhof das öffentliche Treffen stattfand. Der kommunale Versorger hat Vattenfall mit seinen Ortskenntnissen bei der Trassenplanung und Genehmigung unterstützt.

Eine Entscheidung über den Bau des GuDs, für den Vattenfall 500 Millionen Euro veranschlagt hatte, werde nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg im Februar 2015 erwartet, so Stampe. Es gebe jedoch theoretisch weitere Optionen, das Kohlekraftwerk zu ersetzen, so Stampe. Etwa den Bau dezentraler Kleinheizkraftwerke oder die Leitung aus Moorburg. Letztlich sei auch die Ertüchtigung des alten Kohlemeilers aus den 1960er Jahren ein mögliches Szenario, so Stampe. Klar sei: Auch über das vereinbarte Datum der Übernahmeoption des Fernwärmenetzes durch Hamburg am 1. Januar 2019 hinaus müsse eine Versorgung der 180.000 Wohneinheiten im Hamburger Westen mit Wärme gewährleistet sein, die derzeit aus Wedel komme.

Länge: zwölf Kilometer; Innendurchmesser: etwa 296 Millimeter; Wanddicke: etwa 14 Millimeter; Auslegungsdruck: 84 Bar; Betriebsdruck: 25 bis 60 Bar; Investitionsvolumen: rund 20 Millionen Euro.
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erstellt am 27.Nov.2014 | 10:00 Uhr

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