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Kraftwerk in Wedel : Vattenfall rechnet weiter mit Neubau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Auch nach dem Ja der Hamburger zum Netzrückkauf geht der Konzern weiter vom Bau des 500-Millionen-Euro-Projekts aus.

Der erfolgreiche Volksentscheid zum Netzrückkauf: Welche Auswirkungen das Ja der Hamburger auf den von Vattenfall geplanten Neubau des Dampf- und Gasturbinen-Kraftwerks (GuD) in Wedel haben, daran scheiden sich die Geister. Während die Bürgerinitiative (BI) „Stopp! Kein Mega-Kraftwerk in Wedel“ das Projekt auf der Kippe sieht, rechnet der Energiekonzern selbst weiter mit einer Realisierung des 500-Millionen-Euro-Baus.

„Wir sind nach wie vor der Meinung, dass wir möglichst schnell eine Ersatzlösung für das alte Kohlekraftwerk Wedel haben müssen, um die Versorgung der Fernwärmekunden im Hamburger Westen sicherzustellen“, sagte Vattenfall–Sprecher Stefan Kleimeier auf Tageblatt-Anfrage. Und dies gelte unabhängig vom juristischen Streit zwischen Hamburg und dem Energie-Riesen, ob die so genannte Endschaftsklausel auch für das Wärmenetz samt Kraftwerk gilt. Dabei müssen Gerichte klären, ob Leitung und Anlagen 2014 wieder an Hamburg gehen oder nicht. Kleimeier: „Solange gehen wir davon aus, dass wir beides behalten.“

Wird Vattenfall die Investition, an der sich ursprünglich Hamburg zu 25,1 Prozent beteiligen wollte, also allein stemmen? „Man wird sich mit Hamburg unterhalten und eine Lösung finden müssen, und das möglichst schnell, denn die alte Anlage muss ersetzt werden“, orakelt Kleimeier. Der juristische Streit dagegen werde „nicht morgen entschieden“. Und am Ende liege die Wärmeerzeugung zu 100 Prozent bei Vattenfall oder Hamburg.

Die BI dagegen sieht den Bau des GuD als „immer unwahrscheinlicher“ an. Mit dem Volksentscheid gelte der alte Konzessionsvertrag über Fernwärme, und Hamburg habe „das Recht und die Pflicht“, das Wärmenetz inklusive Anlagen und Grundstücken zurückzukaufen. Nachdem jüngst erneut die Wirtschaftlichkeit des GuD infrage gestellt wurde, sei der Verlust des Grundstücks ein weiteres Hindernis für den Bau des GuDs durch Vattenfall, so die BI. Sie begrüßt ausdrücklich den positiven Ausgang des Entscheids.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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