„Untragbarer Zustand“: Container für die GHS kommen zu spät

Andreas Herwig unterrichtete bereits von 2000 bis 2005 an der Bildungseinrichtung.
Andreas Herwig unterrichtete bereits von 2000 bis 2005 an der Bildungseinrichtung.

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06. Juni 2015, 16:00 Uhr

Zwei Container sollen der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) aus der Raum-Misere helfen: Das sagt einstimmiges Votum, das die Fraktionen im Bauausschuss gefasst haben – mit Bauchschmerzen und Zähneknirschen. „Es ist eine absolute Kompromisslösung für die Schule, um überhaupt voranzukommen“, konstatierte GHS-Rektor Andreas Herwig (Foto). Mit dem Zusatz: „Eigentlich ist das nicht praktikabel.“ Sein Problem: „Ich habe zum 1. September zwei Klassen ohne Räume.“

Die sollten in besagten Containern geschaffen werden, hatte der Rat im Dezember 2014 entscheiden. Ein Termin, der nicht zu halten ist, verdeutlichte Jens Zwicker, Leiter des Fachdiensts Gebäudemanagement. Auf Grund der Genehmigungspflicht des Haushalts habe man erst Monate nach dem Beschluss ausschreiben können. Und weil sich im Laufe der Planung herausgestellt habe, dass die ursprüngliche Idee der Nutzung eines Nachbargrundstücks von Möller Wedel nicht funktioniert.


Suche nach einer baulichen Lösung


Also war Platzsuche auf dem bereits reichlich beengten Schulgelände im Rosengarten 18 angesagt. Fündig wurde die Verwaltung auf dem Sportplatz – der dann als solcher nicht mehr nutzbar ist. Fertigstellung laut Zwicker zum zweiten Schulhalbjahr 2015  /  2016 – rund sechs Monate später als ursprünglich anvisiert.

„Die Raumnot an seiner Schule sei ein „untragbarer Zustand“, so Herwig, „egal wohin die Container kommen.“ Es sei katastrophal, dass der gefasste Ratsbeschluss nicht umgesetzt wurde. „Das bedeutet einen Vertrauensverlust. Sie können sich vorstellen, wie die Stimmung im Kollegium ist.“

Der GHS-Leiter verdeutlichte, dass es wichtig sei, eine dauerhafte bauliche Lösung auf den Weg zu bringen. Das sieht die Politik auch so. Auf Anregung der Linken wurde der Container-Beschluss daher um den Zusatz ergänzt, das eine bauliche Lösung weiter intensiv geprüft werde. Dies unter Berücksichtigung des Schulentwicklungsplans, den die Verwaltung bis September aktualisieren wird.

Zwicker sagte zu, in Abstimmung mit der Schule nach geeigneteren Lösungen als den Rückbau des Sportplatzes zu suchen. „Wenn wir eine solche im Einvernehmen finden und sie im Kostenrahmen bleibt, dann werden wir diesen Weg wählen“, so der Verwaltungsmann. Insgesamt 235000 Euro kalkuliert die Stadt für den Container-Anbau.

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