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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. Oktober 2017 | 09:05 Uhr

Wedel : Unterstützung für Zuwanderer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schulungs-Projekt in Wedel: Migranten werden zu Multiplikatoren und Integrations-Lotsen ausgebildet. 13 Teilnehmer bekamen Zertifikate.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Welches Amt ist das richtige? Und wie funktioniert Beteiligung beim Kindergarten, in der Schule oder der Kommunalpolitik? Zugewanderten kann das Engagement in der deutschen Gesellschaft schwer fallen, besonders wenn die Sprache noch nicht sitzt. Das Teilhabeprojekt der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Integration und der Volkshochschule (VHS) Wedel will Hilfestellung geben und bezieht Migranten als Lehrpersonal ein. Deswegen wurden nun 13 Wedeler Bürger mit Migrationshintergrund zu sogenannten Multiplikatoren ausgebildet. „Die Gruppe war sehr diskussionsfreudig, die meisten sind bereits in Vereinen aktiv und engagieren sich ehrenamtlich in ihrer Kommune“, sagt Eilean Layden von der „Awo Interkulturell“. Die Teilnehmer sind integriert und damit Teil des gesellschaftlichen Lebens der Rolandstadt. Als „Profis“ sollen sie ihren Landsleuten helfen.

Das landesweite Projekt fand in verschiedenen Kommunen statt. In Wedel jetzt zum ersten Mal. Insgesamt gab es elf Veranstaltungen. Unter anderem referierte Bürgermeister Niels Schmidt über das politische System in Wedel. Auch über Vereinsrecht und Projektmanagement wurde informiert. Denn die Teilnehmenden sollen befähigt werden, sich später mögliche eigene Strukturen zu schaffen. Ihnen soll entsprechendes „Werkzeug“ mitgegeben werden, um selbst einen Verein gründen oder ein Projekt auf die Beine stellen zu können. Die Kursteilnehmer sollen ihr neu erworbenes Wissen – wie bei einem Schneeballsystem – verbreiten.

Voraussetzung war die Beherrschung der deutschen Sprache und der Muttersprache. Nach Abschluss des Lehrgangs erhielten sie im Rathaus ein Zertifikat. „Damit können die Teilnehmenden nun eigene Veranstaltungen zu den gehörten Themen geben und so weitere Menschen informieren“, erklärt Layden. VHS-Leiterin Cornelia Mayer-Schwab ist zufrieden: „Es ist ein schönes Projekt, das fortgeführt werden soll.“ Çetin Dönmez von der Alevitischen Gemeinde Wedel dankte den Organisatoren. „Wir können nun eine Stütze sein für passive, hilfbedürftige Migranten.“

„Die Teilnehmenden in Wedel waren über den gesamten Zeitraum sehr engagiert dabei“, sagt Layden. Und fügt hinzu: „Ich bin davon überzeugt, dass die Gruppe sich weiterhin in Wedel einbringen und Neuzugewanderten helfen wird.“

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