Idee des Jugendbeirats : Unterstützung für ein Kino in Wedel

Geballte Power für den guten Zweck: Das Team des Jugendbeirats mixte auf dem Hafenfest ununterbrochen seine alkoholfreien Cocktails.
Geballte Power für den guten Zweck: Das Team des Jugendbeirats mixte auf dem Hafenfest ununterbrochen seine alkoholfreien Cocktails.

Unterschriften für das Großprojekt werden gesammelt.

shz.de von
25. Juli 2018, 16:00 Uhr

Die Idee war gut und schlug ein. Auf dem Wedeler Hafenfest hat der Jugendbeirat zum ersten mal Präsenz gezeigt und seinen Auftritt auf der Kulturmeile geschickt genutzt, um gleich drei Anliegen voranzutreiben. Die Mädchen und Jungen haben sich und ihr politisches Instrument bekannt gemacht, sie haben Cocktails für den guten Zweck verkauft und sie haben eine Umfrage zu ihrem großen Vorhaben Kino in Wedel angestoßen.

„Wir wollten Werbung machen und an die Jugendlichen herankommen“, erläutert Aaron Bolandi, Vorsitzender des Gremiums, die Stoßrichtung. Direkt vor dem Schulauer Fährhaus hatten die Aktiven ihren Stand aufgebaut. Mit alkoholfreien Cocktails wollten sie ihre Klientel locken, was auch gut klappte. 418 Euro flossen in die Kasse. 200 Euro davon soll die Hilfsorganisation Weki (Wedel für Kinder) bekommen, die bedürftigen Schülern ein warmes Mittagessen pro Tag bezahlt, erläutert Bolandi. Mit dem Restgeld muss der Jugendbeirat seine eigenen Ausgaben begleichen, die anfielen, obwohl die Zutaten für die Cocktails gespendet wurden.

Einmal an den Stand gekommen sollten die Jugendlichen dann eigentlich auch gleich die Umfrage des Beirats ausfüllen, die abfragt, was in der Stadt fehlt oder was es zu verbessern gibt. „Aber wir wussten, dass sie sich nicht so viel Zeit nehmen würden“, sagt Bolandi in realistischer Einschätzung. Deshalb schwenkten die Aktiven um und sammelten Unterschriften für ihren größten Wunsch: ein Kino. 278 Menschen unterstützten an dem Tag das Projekt, indem sie die einfache Forderung „Ich möchte ein Kino in Wedel“ unterzeichneten.

Das ist noch nicht die Welt, aber ein Anfang. Zu Beginn des neuen Schuljahrs wollen die Mitglieder systematisch durch die weiterführenden Schulen gehen und mehr Unterschriften sammeln. Mit der CDU und den Grünen wollen sie sich dann zusammensetzen, um einen politischen Antrag zu formulieren. „Die hatten das beide im Wahlprogramm stehen“, stellt Bolandi klar. Ein erster Kontakt sei geknüpft.

Was hingegen organisatorisch bereits ausgearbeitet ist, ist eine Neuauflage des schulübergreifenden Fußballturniers. Es ist gleich für die erste Schulwoche geplant.

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