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Regionalpark Wedeler Au : Unterstützung für die Region

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Doris Brandt steht als Assistentin ab sofort Geschäftsführerin Barbara Engelschall zur Seite.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2017 | 10:11 Uhr

Wedel | Einmal die Welt und wieder zurück: Doris Brandt besinnt sich auf ihre Wurzeln – zumindest lokal. Seit Anfang Februar unterstützt die gebürtige Wedelerin Barbara Engelschall in der Geschäftsstelle des Regionalparks Wedeler Au. Obwohl nur über die Homepage des Regionalparks und über die Wedeler Stadtseite ausgeschrieben, haben sich 16 Interessenten auf die neue Teilzeitstelle beworben. Alles hochqualifizierte Menschen, betont Engelschall. Brandts Bewerbung ging als erste ein – und sie ist es geworden. Die 45-Jährige hat sich gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt. Mit ihren Ausbildungen und Berufserfahrungen stelle Brandt eine ausgezeichnete Ergänzung für die Geschäftsstelle dar, erklärt eine hochzufriedene Engelschall.

Nach Schule und Bankausbildung ging’s für Brandt erst einmal ins Ausland. Ein Jahr lang jobbte die damals 22-Jährige als Aupair in den USA. Danach kehrte sie zurück nach Deutschland. In Heidelberg folgte eine Ausbildung zur Übersetzerin. Dann zog Brandt ins beschauliche Worms. Hier studierte die junge Frau Touristik.

Nach dem Studium sollte es dann wieder der Norden sein. Brand verschlug es nach Hamburg. Ihre Tätigkeiten hier bei drei internationalen Reiseanbietern mit den Schwerpunkten USA, Norwegen und Island führten die Tourismusmanagerin häufig in ferne Gefilde. Sie habe an einigen Expeditionsreisen teilgenommen, erzählt die neue Assistentin. Eine Tour ging sogar bis in die Antarktis. Berufsbegleitend absolvierte Brandt zudem eine Ausbildung zur Fachjournalistin. „Nebenbei arbeite ich immer noch als Texterin und Autorin“, erklärt sie.

Und was treibt eine Globetrotterin aus der Antarktis zurück nach Wedel? „Ich wollte weg vom internationalen Tourismus“, bekennt Brand. Treffender sollte man „weg vom Massentourismus“ sagen, verbessert sie sich selbst. Ihr Weg gehe von der Ferne zurück zur Nähe: „Ich möchte mich mehr in die Region und Naherholung einbringen“, erläutert sie. Und stellt auf ihre neue Aufgabe bezogen klar: „Dieses ist nicht minder spannend als Fernreisen-Touristik.“

Selbst räumlich ist der Mutter einer sechsjährigen Tochter Hamburg mittlerweile zu weit von ihrer Heimatstadt entfernt. Die Familie plane schon länger umzuziehen, erzählt Brandt. Ein altes Haus ist in Wedel bereits gefunden. Zurzeit wird renoviert.

Die neue Stelle ist auf drei Jahre befristet. Gefördert wird sie von der Metropolregion Hamburg. Die machte Mittel frei, weil die hiesige Geschäftsstelle Regionalpark Wedeler Au, selbst Teilprojekt im sogenannten Leitprojekt Biotopverbund, nun auch dessen Management übernommen hat. Biotopverbund bedeutet, klärt Geschäftsführerin Engelschall auf, verinselte Biotope oder Schutzgebiete miteinander zu verbinden, damit sich die Tiere mischen können. Nicht nur zwischen Hamburg und den Nachbargemeinden im Kreis Pinneberg, sondern zwischen Hamburg und allen benachbarten Bundesländern soll ein „Grünes Netz“, eine grenzübergreifende Grünplanung, entstehen.

Der länderübergreifende Regionalpark Wedeler Au umfasst mit 12.000 Hektar Teile der Landschaftsachse, die sich von der Elbe über den Klövensteen bis zum Tävsmoor erstreckt. Verbindendes Element und Namensgeber ist die Wedeler Au, die den Regionalpark von Osten nach Westen durchfließt. Der Regionalpark ist eine freiwillige Kooperation der acht Mitgliedsgemeinden Wedel, Hetlingen, Holm, Heist, Appen, Pinneberg, Halstenbek und Schenefeld sowie dem Bezirk Hamburg Altona. Gemeinsame Projekte sollen zwischen Natur, Naherholung und Wirtschaft vermitteln und sie nachhaltig fördern.
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