Interaktive Karte : Unterkünfte in Wedel: Die Standorte stehen fest

Darüber hinaus gibt es noch die Heinestraße und den Bullenseedamm als weitere Optionen.

shz.de von
06. Mai 2015, 12:00 Uhr

Wedel | Mit 150 weiteren Flüchtlingen rechnet Wedel allein in 2015. Und nach neuesten Prognosen sieht die Verwaltung auch in 2016 eine ähnlich hohe Zahl an Unterbringungsfällen auf die Stadt zukommen. Allein es mangelt an Platz.

Aktuell mietet die Verwaltung Wohnungen und Häuser an – die Notunterkünfte sind voll. Geld für zwei feste Neubauten hat Wedel bereits eingeplant – je 800.000 Euro im laufenden und im kommendem Jahr. Um damit so schnell wie möglich Fakten schaffen zu können, hat sich die Politik auf weitere mögliche Standorte für neue Wohnhäuser geeinigt. Es sind der Parkplatz Heinestraße und das Grundstück Bullenseedamm 1a.

Vor allem letztere Option sehen viele Seiten als „Notlösung“ (O-Ton Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke). Argument für den abgelegenen Standort neben der bestehenden Unterkunft mit 15 Einzelzimmern: Eine Erweiterung ließe sich relativ schnell realisieren. Von acht Einheiten ist die Rede sowie 15 weiteren, wenn die bestehenden Pachtverträge für ein Grundstücksteil gekündigt werden.

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Auf dem Parkplatz Heinestraße, dem Platz drei der Standorte-Prioritätenliste, könnten zwölf Wohneinheiten entstehen, bei zweigeschossiger Bauweise auch 16. Allerdings sei das Grundstück sehr schmal, heißt es seitens der Verwaltung, was zu Einschränkungen führe. Der Haken: Der B-Plan muss erst geändert werden, was sechs Monate Zeit in Anspruch nimmt. Auf dem Grundstück Steinberg 8 passiert gerade genau das. Noch in 2014 hatte sich die Politik auf den Standort geeinigt als Platz zwei der Favoritenliste. Aktuell ist es wohl aussichtsreichster Kandidat für einen Neubau, denn Platz eins, die Ecke Feldstraße / Rudolf-Breitscheid-Straße, ist in der Warteschleife. Zum einen prüfe die Stadt noch immer die konkrete Bebaubarkeit. Zum anderen sammeln, wie berichtet, Anwohner Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen jegliche Bebauung des Grünstreifens. Klar ist: Trotz des Drucks sollen nach aktuellem Stand lediglich an zwei der vier möglichen Standorte feste Häuser entstehen.

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