Turbo-Station für E-Autos

Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) freut sich, dass in wenigen Wochen Elektro-Autos auf dem Parkplatz des Rewe-Supermarkts aufgeladen werden können.
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Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) freut sich, dass in wenigen Wochen Elektro-Autos auf dem Parkplatz des Rewe-Supermarkts aufgeladen werden können.

Ladesäule auf dem Rewe-Supermarktgelände: Gemeinde Moorrege investiert etwa 42 000 Euro in Elektro-Mobilität

shz.de von
23. Januar 2018, 16:00 Uhr

Gute Nachricht für Besitzer eines Elektroautos: Wem auf der Strecke zwischen Wedel und Uetersen die Energie auszugehen droht, kann in Kürze in Moorrege nachladen. Wie das funktioniert, das werden Mitarbeiter der Schleswig-Holstein Netz AG morgen während einer Einwohnerversammlung erklären. Für den Bau muss die Kommune kräftig in die Kasse greifen: Die Anschaffungskosten betragen maximal 42 000 Euro sowie monatlich 100 Euro.

Auf die Idee, die Gemeinde verkehrstechnisch fit für die Zukunft zu machen, ist die CDU-Fraktion gekommen. Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gab es von den politischen Mitbewerbern von SPD und Grünen nicht nur ein Ja-Votum, sondern auch ein Lob. „Das ist gut investiertes Geld“, meinte SPD-Fraktionschef Dirk Behnisch.

Nach Informationen von Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) sind die Verträge zwischen Energieversorger und dem Supermarktbetreiber Rewe abgeschlossen worden. Auf dem Parkplatz an der Wedeler Chaussee 43 d sollen zwei Parkplätze mit Schnellladestationen ausgestattet werden.

Verwundert ist Weinberg darüber, dass seine Kommune auf den Kosten sitzenbleibt. „Weil wir die Turbo-Variante nehmen, bekommen wir keinen Zuschuss“, bedauert er. Hätten sich die Gemeindevertreter für eine normale Ladestation entschieden, hätte der Bund 40 Prozent der Kosten übernommen. Moorrege hätte nur die monatliche Servicepauschale in Höhe von 58 Euro übernehmen müssen. Knackpunkt: Für das Aufladen eines Akkus mit einer Reichweite von 100 bis 150 Kilometern wird etwa eine Stunde benötigt. Bei der teureren Turbo-Variante werden lediglich 30 Minuten Tankdauer benötigt.

Einen Überblick darüber, wie viele Moorreger ein E-Auto besitzen, hat Weinberg nicht. Die Gemeinde hat selbst keine Dienstfahrzeuge außer denen des Bauhofs und der Feuerwehr.

Das Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) hat seit zwei Jahren für seine Mitarbeiter ein E-Auto am Start. Der BMW i 3 ist ein Viersitzer und wird gern von den Mitarbeitern sowohl für Kurz- als auch Langstrecken genutzt, so Edith Paske, die als Vorzimmer-Mitarbeiterin von Amtsdirektor Rainer Jürgensen für die Autos zuständig ist. Für den Wagen gibt es am Carport eine Ladestation. Insgesamt gibt es zwei Poolfahrzeuge.

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