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Frischer Wind für die Integration : Türkische Elternbund Wedel wählt neuen Vorstand

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Türkische Elternbund Wedel hat einen neuen Vorstand gewählt. Bildungsforen über Mehrsprachigkeit und Berufschanchen geplant.

Wedel | Neue Kräfte, neue Ideen: Mit einem neuen Vorstand will der Türkische Elternbund Wedel (TEBW) wieder voll durchstarten. Mehr als zehn Jahre stand Gründungsmitglied Nurhayat Erök an der Spitze der türkischen Interessenvertretung. Jetzt macht die agile Frontfrau Platz für andere. Zukünftig leiten Cemal Ucal und Aysen Ciker gemeinsam als zwei Vorsitzende den Verein. Unterstützt werden sie von Stellvertreter Salih Özdemir und Kassenwart Suha Incesu – beide ebenfalls von Anfang an dabei – sowie Schriftführerin Emel Ucal und Vorstandsmitglied Ayse Baygündüz.

Integrationsarbeit leisten, als Mittler zwischen türkischer Gemeinde und Wedeler Institutionen helfen war den Eltern nicht nur Impuls für die Gründung des Vereins 2002, sondern wird von den Aktiven auch heute noch als Hauptaufgabe empfunden. Mit einer wichtigen Erweiterung: Der TEBW ist international geworden. „Mittlerweile kommen auch Menschen anderer Nationen zu uns“, freut sich Ciker. Es geht bunt und interkulturell zu in den Angeboten des Vereins – und das sei auch sehr gut so, so die einhellige Meinung des Vorstands, der sich inzwischen als Sprachrohr aller Ausländergruppen versteht.

Auch in diesem Jahr veranstaltet der TEBW sein internationales Kinderfest. Alle Wedeler, ob groß, ob klein, sind eingeladen am 30. April in die Aula der Albert-Schweitzer-Schule, Pulverstraße 67a, zu kommen, um mitzufeiern. Los geht es um 13 Uhr. Das Bühnenprogramm mit Musik und Tanz startet um 14 Uhr. Auch ein Zauberer hat sich angekündigt. Zudem gibt es eine Tombola, ein großes internationales kulinarisches Büfett sowie erstmalig auch Spielangebote im Freien. Das Fest endet um 17 Uhr.

„Unsere Hauptaktivitäten sind die Hausaufgabenhilfe am Wochenende und das Sportangebot am Sonntag“, erklärt Ciker. Zwischen 15 und 17 Uhr wird in der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule Fußball, Basketball, Volleyball oder eine ganz andere Sportart gespielt, „je nachdem worauf die Kinder Lust haben“, erläutert Özdemir, der sich bereits von Beginn an um das Angebot kümmert. „Die Kinder lassen Wut und Energie raus“, es nehme die Agressionen und Montag seien sie wieder fit für die Schule, so das Konzept.

Aber auch die Beratung steht seit jeher auf dem Programm des Vereins. Mittwochs gibt es im so genannten kleinen Stadtteilzentrum, Friedrich-Eggers-Straße 77, zwischen 16 und 18 Uhr Ratschläge und Hilfe für Probleme jeglicher Art. Darüber hinaus bietet der TEBW jeden zweiten Montag im Monat von 10 bis 13 Uhr ein Frauenfrühstück an. Auch das mittlerweile: international.

Für die Zukunft hat sich der neue Vorstand vorgenommen, Familienaktivitäten durch Ausflüge und Feste zu unterstützen und verstärkt Bildungsforen anzubieten. Themen sind diesbezüglich schon gesammelt. Es werde beispielsweise Vorträge und Diskussionen über Mehrsprachigkeit oder auch berufliche Chancen geben, so die Organisatoren. Der TEBW zählt mehr als 100 Mitglieder und wurde 2011 mit dem Sozialpreis der Stadt ausgezeichnet.

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