Trommelnd auf Entdeckungstour

Die Regmo-Schüler hatten viel Spaß am Unterricht von Trommellehrer Daniel Sarpong aus Ghana.
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Die Regmo-Schüler hatten viel Spaß am Unterricht von Trommellehrer Daniel Sarpong aus Ghana.

Die Regionalschule Moorrege feiert ihr 40-jähriges Bestehen / Mitmachkonzert und Workshops / Heute gibt es einen Brasilienabend

shz.de von
04. Juni 2014, 16:00 Uhr

Rhythmisches Trommeln auf den Djemben, flinke tanzende Füße zu mitreißender Musik und euphorischer Gesang auf Kisuaheli ließen die Moorreger Regionalschule (Regmo) in der Kirchenstraße 30 erzittern und in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Die Gruppe „Black and White“ unter der Leitung des deutschen Journalisten Wolfgang Lieberknecht (Foto) war mit Künstlern aus dem Kongo, Ghana, Uganda und der Elfenbeinküste zu Workshops im Rahmen der Feiern zum 40-jährigen Bestehen des Moorreger Schulzentrums Am Himmelsbarg angereist.

Die mehrfach ausgezeichnete „Zukunftsschule“ hat es trotz der vielen Aufgaben, die Regionalschule zum Sommer in eine Gemeinschaftsschule umzustrukturieren geschafft, ein Jubiläumsprogramm der Superlative zu organisieren: Zum Auftakt wurden für die 8. bis 10. Klassen mit etwa 200 Schülern Workshops von den temperamentvollen Tänzern Roger Nsambu und Eunice Lieberknecht in der Turnhalle, vom engagierten Trommler Daniel Sarpong in der Begegnungsstätte im „Sukredo“ und dem stimmgewaltigen Sänger Gabriel Fundi in einem Klassenzimmer angeboten.

Es gab vier Arbeitsgruppen, die gemeinsam von jeweils einem 8., 9. und 10. Jahrgang besucht wurden. In fliegendem Wechsel hatten so alle Schüler die Gelegenheit, an allen Kursen teilzunehmen. Die Jugendlichen tanzten fröhlich und ausgelassen zu afrikanischen Klängen.

In kurzer Zeit lernten die Schüler Texte von zwei Liedern auf Kisuaheli und intonierten sie dann mit Klatschen und Bewegungen. Beim Trommel-Kursus galt es erst einmal gewisse Regeln zu lernen, wie etwa die lebensfrohe Einstellung zum Schlagen und die Haltung der Hände, bevor der strenge Sarpong den jungen Menschen gestattete, auf der Djembé voller Lust und mit viel Rhythmusgefühl zu trommeln.

Der vierte Workshop wurde von Lieberknecht gehalten und entsprach mit dem Thema „Afrika der Zukunft“ und dem Wachrütteln zur Wahrnehmung der seit 1948 bestehenden weltweiten Verfassung über die Menschenrechte, genau den Vorstellungen der Regmo. Ihr Interesse sei es, die „Wahrnehmung der Schüler für globale Entwicklungen“ auszuweiten, erklärte Schulleiterin Karen Frers.

Es solle bei dem Jubiläum nicht nur der „Blick zurück“ geworfen werden, sondern durch das lebendige Kennenlernen eines anderen Kontinentes den jungen Menschen auch eine zusätzliche „Motivation bei Konfliktlösungen im Alltagsleben“ mitgegeben werden, begründete Frers die Motivation. Gestern Abend gab es zudem ein Mitmachkonzert für Eltern, Ehemalige, Schüler und Lehrer.

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