Trioptics im Fokus des Ministers

Im Gespräch über regionale Wirtschaftsfragen: Eugen Dumitrescu (links) und Steffan Gold (rechts), beide Geschäftsführer, mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz auf der Terrasse des neuen Unternehmenssitzes am Strandbaddamm.
Im Gespräch über regionale Wirtschaftsfragen: Eugen Dumitrescu (links) und Steffan Gold (rechts), beide Geschäftsführer, mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz auf der Terrasse des neuen Unternehmenssitzes am Strandbaddamm.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz macht Station in Wedel und besichtigt Neubau am Strandbaddamm

shz.de von
13. März 2018, 10:42 Uhr

Gleich drei politische Termine in Wedel, das ist bei weitem nicht alltäglich - und erst recht nicht, wenn der Besucher Wirtschaftsminister ist. Auch wenn Minister Buchholz erst kurz im jetzigen Amt ist, sollte man ihn nicht unterschätzen, denn er bewegt sich schon viele Jahre in unterschiedlichen Rollen auf dem politischen und wirtschaftlichem Parkett. Wie dem auch sei, auf jeden Fall signalisierte Buchholz sichtbar Freunde bei seinem Besuch in Wedel. Seine erste Station war das Unternehmen Trioptics und dessen neuer 15 Millionen-Neubau mit Blick auf die Elbe.

Trioptics breites Produktportfolio und das internationale Engagement eröffnen dem Unternehmen heute Potenziale, die bei der Firmengründung vor 27 Jahren ungeahnt waren. Das hat auch der Wirtschaftsminister im Gespräch erkannt und zeigte sich während der Besichtigung des neuen Firmengebäudes, in dem bereits gearbeitet wird, sehr beeindruckt. Mit sichtlichem Interesse ließ er sich verschiedene technische Anlagen und Prüfsysteme für Linsen und Objektive in Aktion zeigen.

„In den letzten Jahren konnten wir unseren Unternehmenserfolg konsequent steigern. Dabei haben wir die uns selbst gesteckten Ziele übertroffen. So soll es in den nächsten Jahren weitergehen“, berichtet Geschäftsführer Steffan Gold. Ein Schlüsselelement für den künftigen Erfolg hat das Unternehmen durch den Neubau seines Firmenstammsitzes bereits selbst getätigt.

Mit einer Investition von 15 Millionen Euro in eine neue Entwicklungs- und Fertigungsstätte in Wedel ist ein Baustein für die Realisierung neuer innovativer Produkte gelegt. „Um langfristig mit weiterhin steigendem Erfolg tätig zu sein, bedarf es jedoch auch der Unterstützung des Landes sowie Verbesserungen bei der Arbeitsmarktpolitik. Es gibt einfach zu wenig Fachkräfte“, betonte Eugen Dumitrescu im Gespräch mit Buchholz. Dabei stellten die Geschäftsführer fest: „Das Land Schleswig-Holstein zeigt bereits ein starkes Engagement in den Branchen der maritimen Wirtschaft, Life Sciences, erneuerbarer Energien, Ernährungswirtschaft, Informationstechnologien, Telekommunikation und Medien (ITM) sowie Tourismuswirtschaft. Doch auch im Bereich der optischen Industrie und Messtechnik brauchen wir eine bessere Vernetzung aller Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik“, fordert Trioptics-Gründer und Geschäftsführer Dumitrescu. Gold bestätigt: „Mit einem Impuls des Landes kann auch im Bereich Optiken viel für diese Region bewegt werden.“

„Mindestens genauso wichtig wie der Austausch ist für uns die Bindung qualifizierter Angestellter an das Unternehmen“, erklärt Dumitrescu. Obwohl sich der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren als robust erwiesen hat, zeigt sich auch hier ein Fachkräftemangel. Viele Positionen bei Trioptics sind ungewollt unbesetzt. Dabei fehlt es vor allem an Ingenieuren aus den Bereichen Physik und Optik. So regt Dumitrescu die Förderung eines Studiengangs „Physik-Ingenieur“ in der Fachhochschule Wedel an. Buchholz erinnerte in dem Zusammenhang an die Bemühungen seines Hauses und des Bildungsministeriums, den Fachkräfte-Nachwuchs sowohl im akademischen wie auch im nichtakademischen Bereich zu sichern und weiter auszubauen.Im Anschluss besuchte der Minister das Unternehmen Medac und den Frühjahrs empfang der Kreis-FDP – wie unsere Zeitung berichtete.

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