zur Navigation springen

Haseldorf : Trio Swingin’ Words präsentiert die Gershwin-Story in der Bandreißerkate

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Die Kunst der kleinen Revue“ - zwei Zugaben der Künstler aus Lübeck gab es für das begeisterte Publikum.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2015 | 14:30 Uhr

Haseldorf | Unter dem Titel „Jazz is my Voice – Die Gershwin Story“ brachte das Trio „Swingin’ Words“ aus Lübeck die Bandreißerkate in Haseldorf zum Swingen und Beben. Die Kate war mit mehr als 80 Gershwin-Fans und Jazz-Liebhabern voll besetzt. Der Kulturverein Haseldorfer Marsch – wie üblich bei Veranstaltungen unter der Federführung von Ilse von Stamm mit Unterstützung von Barbara Rühl und Maria Westphal, Inge Drewel, Wilfried Kahnert, Lorena Coccio-Klatt und der neuen Zweiten Vorsitzenden Anne-Lena Krohn – hatte sich einmal mehr in seiner Wahl der Künstler und ihrer Darbietung selbst übertroffen.

Gleich der Beginn des unerwarteten Ablaufs des Abends war spannend. Im abgedunkelten Raum traf ein Scheinwerfer auf die Schauspielerin und Sängerin Antje Birnbaum. Sie begann eindrucksvoll zu lesen: „Und dann kommt etwas, das George geradezu elektrisiert! Drüben in Harlem, aus den Fenstern vom ‚Baron Wilkens Club‘ dringt Musik – aber was für Musik. George spürt sie in den Beinen. Da weint es in den Instrumenten, lacht gellend auf und der Mann am Schlagzeug scheint der reinste Teufel zu sein, mit glänzenden Augen starrt George auf die Musiker. Noch nie hat er solche Musik gehört, laut, wild, gehetzt und doch voller Seele.“ George Gershwins Sinne für die Musik sind erwacht. Unmittelbar darauf unterstreichen die beiden Musiker des Trios – Akos Hoffman an der Klarinette und Nikolai Juretzka am Klavier – diese Worte über die Musik Gershwins auf ihren Instrumenten eindrucksvoll.

Im weiteren Verlauf des elektrisierenden Abends las Birnbaum die einzigartige Lebensgeschichte des 1898 in New York geborenen und 1937 an einem Gehirntumor verstorbenen Musikers und Komponisten vor, dem Protagonisten des „Symphonic Jazz“, der in den 1920er Jahren auf einmalige Weise die zeitgenössische symphonische Kultur mit der afroamerikanischen verband.

Passend zu den Lesungen kam es auf der Bühne immer wieder zur Zwiesprache mit Klängen vom Klarinetten- und Saxophonspieler Hoffmann, der auch die Musik im Stile Gershwins setzte, und dem Pianisten Juretzka. Natürlich durften auch die Klassiker wie „Rhapsody In Blue“, die Arie „Summertime“ aus „Porgy and Bess oder“ „’S Wonderful“ nicht fehlen. Zwei Zugaben für das total ausgeflippte Publikum bestätigten den Erfolg der „Kunst der kleinen Revue“ – und dass die Musik von Gershwin unsterblich ist.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen