Topwunsch: Ein Kino für Wedel

Der Vorsitzende des 5. Jugendbeirats: Aaron Bolandi.
Der Vorsitzende des 5. Jugendbeirats: Aaron Bolandi.

Jugendbeirat: Pläne für die nächsten zwei Jahre

shz.de von
02. Februar 2018, 16:00 Uhr

Die Digitalisierung in den Schulen vorantreiben und ein Kino für Wedel: Das sind die beiden Hauptthemen, die sich während eines Planungswochenendes in Ratzeburg bei den Mitgliedern des 5. Jugendbeirats als oberste Prioritäten für die nächsten zwei Jahre herauskristallisiert haben. In den Schulen werde teilweise mit ziemlich veraltetem Equipment gearbeitet, erläutert der neue Vorsitzende des Jugendbeirats, Aaron Bolandi. „Es muss nicht das Teuerste vom Teuersten sein, Hauptsache funktionsfähig“, sagt der Johann-Rist-Schüler. Doch nicht nur die Ausstattung haben die elf Beiräte mit ihrer Forderung nach mehr Digitalisierung im Blick. Sie wünschen sich auch, dass digitale Medien stärker im Unterricht eingesetzt werden.

Daneben will sich der Jugendbeirat für einen noch besseren Kontakt und einen noch offeneren Umgang zwischen Lehrern und Schülern einsetzen. Um die Kommunikation zu beschleunigen beziehungsweise zu verbessern, wollen sich die Mitglieder deshalb an den drei weiterführenden Schulen als zweite Ansprechperson neben den jeweiligen Schülersprechern zur Verfügung stellen.

Der Wunsch nach einem Kino für die Stadt ist das Ergebnis einer Umfrage, die noch der vorherige Jugendbeirat zum Städtebauprojekt Wedel-Nord durchführte. „Die Jugend fährt nach Hamburg“, stellt Bolandi fest. Ein Kino und andere Freizeitmöglichkeiten fürs neue Baugebiet standen ganz oben auf der Wunschliste der Schüler. „Und ein Kino interessiert auch Erwachsene“, gibt Bolandi zu bedenken. Die Beiräte wollen jetzt bei einem Treffen mit dem Bürgermeister nachfragen, ob sie im Namen der Stadt an Investoren herantreten dürfen. „Es ist ein langer Weg, so ein Kino hierher zu holen“, weiß der Vorsitzende. Doch das entmutigt die Aktiven nicht. Sie wollen sich frühzeitig einklinken.

Als weitere Themen für die Amtszeit stehen eine Image-Verbesserung fürs Kijuz, ein Stand auf dem Hafenfest und erneut ein schulübergreifendes Sportevent auf dem Programm. Bolandi will den Bürgermeister zudem fragen, wieso die eigene Website, die er bereits eingerichtet hat, nicht an den Start gehen darf. Es müsse alles über den Internetauftritt der Stadt laufen, habe man ihnen erklärt. „Aber, wenn wir ehrlich sind, es geht kein Jugendlicher auf Wedel.de“, stellt Bolandi nüchtern fest.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen