Theater Wedel auf Sommerfrische

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Zweite Open-Air-Produktion: Schauspieler lesen Kriminalgeschichten / Diesmal im Garten des Stadtmuseums

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21. Juni 2018, 16:00 Uhr

Vom öden Parkplatzgrau gehts diesmal ins üppige Grün, von abgestandenen Autoabgasen in die belebende Luft vollbelaubter Bäume: „Auf Sommerfrische“ hat das Theater Wedel seine diesjährige Open-Air-Produktion übertitelt, mit der es zum zweiten Mal raus ins Freilichtspiel geht. Die Premiere im vergangenen Jahr hieß noch „Sommer-Parkplatz“ und spielte direkt vor der Theaterhaustür auf der Parkfläche, die tagsüber von Autos okkupiert wird. Diesmal geht es raus in die Natur. Im Garten des Stadtmuseums in der Küsterstraße 5 werden die Mimen um Theaterleiter Günter Hagemann ihre Bühne in diesem Jahr aufbauen. Los geht es am Freitag, 13. Juli. Danach ist das „Theater auf Sommerfrische“ noch sechs Mal zu sehen.

Gespielt wird kein fertiges Stück. Das Konzept sieht vielmehr einen unterhaltsamen Abend vieler kleiner Darbietungen vor. Dabei soll das Unfertige, das Improvisierte, das Bruchstückhafte und Fragmentarische den Charme der Aufführung ausmachen. Mehr als ein Dutzend Schauspieler werden wie im Vorjahr an der Sommerproduktion beteiligt sein. Auch in Bezug auf die Mimen auf der Bühne wird also auf Vielfalt gesetzt.

Ging es beim ersten Mal inhaltlich noch um Text-Bonmonts von so bekannten Größen wie Ephraim Kischon, Joachim Ringelnatz und Eugen Roth, sollen diesmal die Spannung und der Nervenkitzel im Mittelpunkt stehen. Die Schauspieler werden Kriminalgeschichten in szenischer Lesung vorstellen. Es seien „Texte zum Rätseln, zum Erschrecken und zum Schmunzeln“ kündigt das Theater an. Damit es ein Genuss nicht nur für Augen und Ohren, sondern auch für den Gaumen wird, steht außerdem selbstgefertigte Erdbeerbowle für die Zuschauer bereit.

Den diesjährigen Veranstaltungsort fand das Theater Wedel übrigens durch eine glückliche Fügung. Renate Steinbach ist nicht nur im Förderverein des Theaters aktiv. Sie ist ebenso Vorsitzende im Wedeler Ortsverband des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds. Und der wiederum ist Träger des Stadtmuseums. Durch die beiden Ehrenämter der Wedelerin konnte also eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit arrangiert werden. Im geschützten Gartenhaus neben dem Museum, das dem Heimatbund als Treffpunkt für seine Plattdeutschen Nachmittage dient, kann darüber hinaus dem technischen Equipment des Theaters – und möglicherweise sogar dem Publikum bei Dauerregen – ein Dach über dem Kopf gewährt werden.

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