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Verkehrslärm in der Altstadt : Tempo 30 zu später Stunde?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wedels Verwaltung will eine Tempo-30-Regelung für die B 431 forcieren. Die Strategie soll mit der Bürgerinitiative abgestimmt werden.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 16:02 Uhr

Hoffnung auf ein wenig Entlastung für die verkehrsgeplagten Anwohner der B 431 in Wedels Altstadt: Laut Bürgermeister Niels Schmidt ist eine Tempo-30-Geschwindigkeitsbegrenzung in den Abend- und Nachtstunden „sehr wahrscheinlich realisierbar“. Diese Signale hat Wedels Verwaltungschef nach diversen Gesprächen mit der zuständigen Genehmigungsbehörde in Kiel, unter anderem mit Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) selbst. Die Stadt will diese Regelung daher nun forcieren – allerdings nicht ohne das Vorgehen mit der Bürgerinitiative für Verkehrsberuhigung abzustimmen, wie Schmidt während der jüngsten Planungsausschusssitzung betonte.

Ihm sei der Dialog mit der BI, die die Verlegung der Bundesstraße aus der Altstadt Richtung Norden fordert, wichtig, betonte Schmidt. Auch um keine falschen Erwartungen zu wecken. Denn die Durchsetzung solcher Geschwindigkeitsbegrenzungen berge Probleme – die unter anderem in den unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen liegen: Wedel kann demnach – Segen aus Kiel vorausgesetzt – 30er-Schilder zwar aufstellen. Überwachen oder Verstöße ahnden kann die Stadt nicht.


Problem ist die Überwachung


Das ist Kreis- und Polizeisache, so Schmidt. Und zumindest bei den Ordnungshütern sieht er kaum Chancen, dass diese verstärkt kontrollieren können. Schon weil es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt handele, wie Schmidt am Tageblatt-Telefon erklärte. Auch eine etwaige Installation von Blitzgeräten müsse von Kreisseite aus kommen, so Schmidt. Und einfach nur Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung ohne Kontrolle und Ahndung aufzustellen, reicht nach Schmidts Einschätzung nicht aus.

Kurios: Wedel hat jüngst schon einmal ein Tempolimit für die B 431 beantragt. Grund war die Lärmkartierung und der nach EU-Vorgaben geforderte Lärmaktionsplan, der beispielsweise an besonders belasteten Straßen greift. Da kam jedoch ein Nein aus Kiel – und ein Kopfschütteln voller Unverständnis aus Wedel. Das sollte jetzt anders aussehen, so Schmidt. Als Bereich, der infrage kommt, sieht der Bürgermeisters nicht nur die Mühlenstraße von Bahnhof bis Altstadtmarkt, sondern auch die Rolandstraße und gegebenenfalls den Rosengarten.

> www.altwedel.de

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