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Lärmaktionsplan : Tempo 30 in Wedels Innenstadt?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die nächste Stufe des Lärmaktionsplans sieht eine ganztägige Tempodrossel für die Bahnhofstraße, diePinneberger Straße und die Mühlenstraße vor.

Wedel | Weniger Lärm gleich mehr Lebensqualität und Gesundheit. Dieser einfachen Gleichung folgt das, was Wedel laut EG-Richtlinie angehen muss: die Lärmaktionsplanung. Mittlerweile auf zweiter Stufe angelangt, sind dabei insbesondere Maßnahmen mit „hoher Wirkung“ und „Realisierungschance in absehbarer Zeit“ herausgearbeitet worden. Maßnahmen, die sich auf den Straßenverkehr konzentrieren. Und für beruhigende Entschleunigung in Wedels Innenstadt sorgen können.

Statt der bisher erlaubten 50 Stundenkilometer nur noch Tempo 30: Dies ist das Rezept, das an drei stark belasteten Straßen für Entlastung sorgen soll. Ganztags, ohne Zeiteinschränkung. Die Rede ist von der B 431 zwischen Lüttdahl und Bahnhofstraße, von der Bahnhofstraße auf beinahe ganzer Länge zwischen Eichendorffweg und Tinsdaler Weg sowie von der Pinneberger Straße zwischen B 431 und Pferdekoppel. Voraussichtliche Lärmminderung nach den Berechnungen des beauftragten Büros LK Argus: zwei bis drei Dezibel (dB(A)). Positiver Nebeneffekt: Verkehrssicherheit, Aufenthalts- und Luftqualität verbessern sich, wie es in dem Bericht zur Lärmaktionsplanung heißt. Ob die Maßnahmen indes auch mit Ampelschaltung und Busverkehr in Einklang zu bringen sind, müsse sich im Abwägungsprozess zeigen, gab LK-Argus-Ingenieur Michael Schreiber der Politik noch mit auf den Weg. Der Aktionsplan habe sich daher auch nur auf die „Hotspots“ beschränkt. Die Fraktionen zeigten sich grundsätzlich offen für die Lärm mindernde Tempodrossel. Einstimmig wurde der Planentwurf beschlossen und soll nun öffentlich ausgelegt werden, um Bürgern die Möglichkeit der konstruktiv-kritischen Beteiligung zu geben. Den genauen Zeitpunkt konnte das Bauamt gestern auf Anfrage noch nicht nennen.

Dass Wedel Handlungsbedarf hat, zeigen die Daten, die Lärmkontor 2012 geliefert hat. Demnach seien von potenziell gesundheitsgefährdenden Lärmpegeln von mehr als 65 dB(A) am Tag beziehungsweise 55 dB(A) nachts „sowohl am Gesamttag als auch in der Nacht“ rund 1100 Wedeler betroffen. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von 3,4 Prozent.

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erstellt am 21.Mai.2014 | 10:00 Uhr

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