Verkehrsberuhigung : Tempo 30 auf der Wedeler Südroute

Mit Verengungen und Entschleunigungsmaßnahmen soll der Durchgangsverkehr aus Wedel durch  Rissens Süden  ausgebremst werden.
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Mit Verengungen und Entschleunigungsmaßnahmen soll der Durchgangsverkehr aus Wedel durch  Rissens Süden  ausgebremst werden.

Ab April wird der Tinsdaler Heideweg in Rissen umgebaut. 2019 folgt der Tinsdaler Kirchenweg.

shz.de von
01. März 2018, 13:45 Uhr

Wedel | Wedels Autofahrer müssen sich auf der südlichen Schleichstrecke Richtung Hamburg auf Behinderungen einstellen. Das Projekt, die beiden Rissener Durchgangsstraßen Tinsdaler Heideweg und Tinsdaler Kirchenweg in 30er-Zonen umzuwandeln, wird in gut einem Monat konkret angepackt.

Bereits vor fünf Jahren fasste die Bezirksversammlung Altona den Beschluss, die beiden Straßen zu entschleunigen. Doch an der Umsetzung der Verkehrsberuhigung haperte es lange. Hauptknackpunkt war die Vorfahrtsberechtigung für Busse, die in einer 30er-Zone automatisch wegfällt. Die Hamburger Verkehrsbetriebe fürchteten dann den Fahrplan für die Buslinie 189, die auf ihrem Weg von Blankenese nach Wedel den Kirchenweg passiert, nicht einhalten zu können.

Vor eineinhalb Jahren kam dann Bewegung in die Sache. Mit Aufpflasterungen und farblichen Markierungen in den Nebenstraßen soll verhindert werden, dass Autos ihre Vorfahrtsberechtigung rücksichtslos durchsetzen. Zudem hatte eine Bürgerinitiative auf Rissener Seite mobil gemacht. Mit Wedels Businesspark an der Stadtgrenze befürchteten Anwohner eine deutliche Erhöhung des Durchgangsverkehrs. Bisher gemessener Spitzenwert seien 4000 Fahrzeugen pro Tag sowohl auf dem Tinsdaler Heide- als auch auf dem Kirchenweg. Ziehen erst einmal Unternehmen auf dem Businesspark ein, rauschen bis zu 7000 Fahrzeuge täglich durch, fürchtete die Initiative.

Zwei Monate Vollsperrung

Die auch von der Politik geforderte hilfsweise Einrichtung einer streckenbezogenen Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde lehnte die Straßenverkehrsbehörde noch im April 2017 ab. Jetzt wird nicht nur reduziert, sondern gleich für eine dauerhafte Verkehrsberuhigung umgebaut. Vertreter des Bezirksamtes Altona stellten in der Aula der Grundschule Iserbarg der Öffentlichkeit die Bauvorhaben und den Zeitplan vor.

Los geht es mit dem Tinsdaler Heideweg. Der wird von April an für zwei Monate zwischen Tinsdaler Kirchenweg und Flerrentwiete komplett gesperrt. Es sollen Verschwenkungen und Verengungen auf der Fahrbahn aufgebracht werden, die den Begegnungsverkehr zum Warten zwingen. Zudem werden Querungen eingerichtet, der Kreuzungsbereich entschleunigt und die Einengungen und Aufpflasterungen im Bereich der Nebenstraßen angegangen.

Die Umleitung führt über den Tinsdaler Kirchenweg respektive über die B 431, die selbst noch bis voraussichtlich Mitte August wegen Sanierungsarbeiten nur einspurig aus Hamburg Richtung Wedel zu befahren ist. Auch der Kirchenweg soll verkehrsberuhigt und zur 30er-Zone umgebaut werden. Die Arbeiten hier beginnen allerdings erst 2019, so die Planungen. Dort werden dann in einigen Abschnitten der Straße finanzielle Belastungen auf die Anwohner zukommen. Erschließungsbeiträge werden fällig, wenn der Tinsdaler Kirchenweg mit den Maßnahmen zum ersten mal endgültig hergestellt wird.

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