Maritimes Vergnügen an der Elbe : Tausende Besucher feiern am Hafen in Wedel

Für Maritim-Flair sorgte unter anderem die „AidaBella“.
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Für Maritim-Flair sorgte unter anderem die „AidaBella“.

Spiele, Spaß und viel Musik: 16. Auflage des Wedeler Hafenfests lockt mehrere tausend Besucher in die Rolandstadt.

shz.de von
13. Juli 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Der Wettergott hielt sein Versprechen, denn erst Sonntagvormittag fing es gelegentlich an zu regnen. Fast ungetrübte Bedingungen also für die 16. Auflage des Wedeler Hafenfests, die am Wochenende mehrere tausend Besucher in die Rolandstadt lockte. Der Veranstalter, Wedel Marketing, hatte wieder ein Programm für Jung und Alt auf die Beine gestellt, das keine Langeweile aufkommen ließ.

Offiziell ging es am Freitagabend mit der Eröffnung durch Stadtpräsidentin Renate Palm und Bürgermeister Niels Schmidt los. Bereits kurz zuvor waren die beiden Bühnen auf der Festwiese am Schulauer Hafen und am Strandweg freigegeben. Dort gaben sich Musikcombos aus Wedel und Umgebung ein Stelldichein. Am Sonnabend startete die Sause mit Darbietungen von Wedeler Vereinen und Verbänden. Die Tanzschule Riemer stellte sich mit sieben Gruppen vor. Ob Hip-Hop, Zumba, Disco-Fox und klassische Tänze – die Gruppen begeisterten mit großer tänzerischer Vielfalt, ebenso wie Einrad-Fahrerinnen des Wedeler TSV, die wahre Kunststücke vollführten.

Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt der Cheerleader des SC Rist. Gruppen aller Altersklassen erhielten Gelegenheit, ihre Künste zu zeigen. Frisch und keck wirbelten die Mädchen in akrobatischer Manier über die Bühne und stellten waghalsige Formationen, bei denen einige Sportlerinnen in luftige Höhen gehievt wurden, vor. Viel Applaus erhielten auch die Paare der Dance Academy Wedel, des Tanz- und Gymnastik-Studios am Roland, des Musikzentrums Schulauer Hof und die Sportlerinnen der Fitnessfabrik.

Entlang des Strandwegs boten Händler Flohmarktartikel wie Bücher, Kleidung und Antiquitäten an. Der Radiosender R.SH lud zu Spielen ein, ein Kinderkarussell drehte sich unaufhörlich, und an einer Kletterwand durften die Jüngsten luftige Höhen erklimmen.

Musikalisch ging es am zweiten Festtag nonstop weiter. Darbietungen der Trommelschule Daly, Rock-, Pop-, Jazz- und Folk-Konzerte mit Bands aus der Region wechselten einander ab. Erster Höhepunkt am Sonnabendabend war der Auftritt von Ole Maibach aus Husum. Der als Straßenmusiker entdeckte Pop-Newcomer sang sich mit gefühlvollen englischen Texten und eingängigen Melodien in die Herzen der Wedeler. Anschließend rockte Alexander Knappe, bundesweit durch die TV-Show „X Factor“ bekannt geworden, die Bühne am Schulauer Hafen.

Die Wedeler Gerrit Endrulat und Carina Rothe hatten ihre Tochter Jeanette Holm und deren Freund David Klevenow zum Hafenfest eingeladen. „Das ist gemütlich und eine tolle Stimmung hier“, freuten sie sich. Am Sonnabendabend schipperte das Quartett im eigenen Motorboot vom Hamburger Yachthafen aus über die Elbe: „Von dort kann man das Feuerwerk am Besten beobachten“.

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„Das ist gemütlich und eine
tolle Stimmung hier.“

Gerrit Endrulat
Fest-Besucher aus Wedel
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Gestern Vormittag startete der letzte Tag der Sause mit der traditionellen Vereins- und Kulturmeile auf der Fährhauswiese und einem ökumenischen Gottesdienst. Die Kirche geht raus – und kam an. Zahlreiche Menschen verfolgten trotz leichten Regens die Open-Air-Andacht. Anschließend intonierte der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein volkstümliche Weisen. Die Combo „Westend Jazz“ spielte Bigband-Klassiker, und das Akkordeon-Orchester „Viva la Musica“ präsentierte Auszüge aus seinem Repertoire. Zahlreiche Vereine und Verbände nutzen die Fährhaus-Wiese, um ihre Arbeit zu präsentieren und für Engagement zu werben.

Kritisiert wurde von einigen Besuchern, dass es von der Wiese nur wenige Stellen mit freiem Blick auf die Elbe gab, da ein Absperrgitter mit Werbebannern und das große „Elbe-Bistro-Zelt“ die Sicht versperrten. Wer die vorbeifahrenden Schiffe sehen wollte, musste sich weiter vom Ufer entfernen. Ein Umstand, der laut Wedel Marketing dem Hochwasser im Vorfeld des Fests geschuldet war. Eigentlich sollte das Zelt nahe dem Anleger Willkomm Höft platziert werden.

Gut kam dagegen an, dass das Elbe-Bistro für die Präsentation städtischer Projekte genutzt wurde. Zudem hatten Alt- und Innenstadtkaufleute in Kooperation mit Wedel Marketing die in der Stadt beherbergten Flüchtlinge persönlich für Sonntagnachmittag in das Gastro-Zelt eingeladen. Claudia Reinhard, Wedel-Marketing-Geschäftsführerin, zeigte sich in einer ersten Bilanz der Drei-Tage-Party sehr zufrieden. Vor allem Freitag und Sonnabend hätten bei „bombastischem Wetter“ für entsprechende Resonanz gesorgt.

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