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Wedel : „Tag der offenen Tür“ an der Fachhochschule

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Besonders die Roboter faszinieren die anwesenden Besucher.

Wedel | Das Surren von Elektromotoren und das Klacken von metallischen Gelenken hat am Sonnabend das Geräuschlevel im Bereich der Automatisierungstechnik der Fachhochschule Wedel (FH Wedel) bestimmt. Die Augen des wissenschaftlichen Mitarbeiters Timm Bostelmann waren durchgängig auf den Boden gerichtet. Vor ihm erkundeten die beiden Roboter „Spider“ und „Turtle“ eigenständig den Raum, stoppten, wenn ein Gegenstand vor ihnen auftauchte, und suchten sich dann einen freien Weg. „Was von oben kommt, können die beiden allerdings nicht erfassen“, sagte Bostelmann. Daher musste er am Sonnabend beim „Tag der offenen Tür“ die Roboter vor den Füßen der zahlreichen Besucher schützen. Mit einer Fernbedienung steuerte er einen humanoid wirkenden Roboter – wie man ihn aus Filmen kennt.

Der Roboter kann laufen, eigenständig im Takt mitklatschen, wenn ihm entsprechende Geräusche vorgegeben werden, und einige Bewegungen ausführen, die an die Kampfszenen aus der Filmtriologie „Matrix“ mit Keane Reaves erinnern. „Nur wenn er auf dem Rücken liegt, ist er verloren. Dann kommt er alleine nicht mehr hoch“, so Bostelmann.

Fasziniert beobachteten die Besucher – viele Schüler, aber noch mehr Eltern – die Bewegungen der krabbelnden und laufenden Roboter. Immer wieder erklärten die Studenten der Automatisierungs- und Elektrotechnik wie die Steuerung funktioniert. Nebenbei ließen sie einen Roboterarm bunte Ostereier beschriften – als Erinnerung an den „Tag der offenen Tür“.

Am 3D-Drucker wurden dreidimensionale Frösche und Kraken ausgedruckt. Daneben lagen „Testdrucke“: Raumschiffe aus den Spielfilmreihen „Star Wars“ und „Star Trek“. „Wir haben hier einige Nerds“, erläuterte Bostelmann grinsend. Nerd werden Computerfreaks und Science-Fiction-Fans genannt. Sie sind überwiegend männlich, so wie viele der jungen FH-Besucher.

„Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Studenten liegt etwa bei 70 zu 30“, sagte Nelly Tekhaus, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der FH Wedel. In Studiengängen wie Medien- oder Wirtschaftsinformatik sei das Verhältnis ausgeglichen. Im Bereich „Computer Games Technology“, in dem die Studenten lernen, Computerspiele zu entwickeln, sind Männer klar in der Überzahl. „Hier haben wir nicht einmal zehn Prozent Studentinnen“, so Tekhaus.

Das wurde auch beim Blick in den Leseraum im Audimax deutlich. Dort informierten die Informatikerinnen Helga Karafiat und Gerit Kaleck zusammen mit Studentinnen über Studiengänge, Karrierechancen und Berufsbilder im IT-Bereich – speziell für junge Frauen. Zehn Interessentinnen hatten sich eingefunden, um sich mit den IT-Berufen auseinanderzusetzen. „Das muss man einfach schon als Erfolg werten“, sagte Tekhaus. An männlichen Interessenten mangelte es Sonnabend nicht. Vor allem die Möglichkeit, selbst in die virtuellen Spielewelten abzutauchen wurde immer wieder aktiv an den Computern und 3D-Brillen genutzt.

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erstellt am 23.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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