zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 13:51 Uhr

Rissen : Südroute: Tempo 30 ist vom Tisch

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kein Umbau in der Durchfahrtstraße.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2017 | 14:30 Uhr

Rissen | Keine Baustellen-Kollision auf Wedels Ausfallstraßen Richtung Hamburg. Altonas Politiker wollten die Strecke durch Rissens Süden verkehrsberuhigen, die Behörde gab jetzt einen Korb. „Im Einvernehmen mit der örtlichen Straßenverkehrsbehörde am Polizeikommissariat 26 teilen wir Ihnen mit, dass dem Antrag vor Umgestaltung der Straßenräume in eine Tempo 30-Zone vorab eine streckenbezogene Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde anzuordnen, seitens der Straßenverkehrsbehörden nicht gefolgt wird, weil es an der hierfür notwendigen objektiven Gefährdungslage fehlt“, teilte die Behörde für Inneres und Sport (BIS) der Bezirksversammlung Altona mit. Damit ist die Temporeduzierung für den Tinsdaler Kirchenweg und den Tinsdaler Heideweg vom Tisch.

„Die ausgewerteten Unfälle lassen ein besonderes Gefährdungspotential von Fußgängern und Radfahrern im Allgemeinen und Schulkindern im Besonderen in beiden Straßenzügen nicht erkennen“, heißt es in der Stellungnahme der Behörde. Vom 1. Januar 2014 bis zum 10. Februar 2017 erfasste die Polizei im Tinsdaler Kirchenweg insgesamt 19 Unfälle – davon drei mit leicht verletzten Personen. Lediglich in drei von insgesamt 18 Fällen wurde eine unangepasste Geschwindigkeit als ursächlich für den Unfall angenommen. Es gab sieben Vorfahrtsverletzungen, sechs Konflikte im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr – in einem Fall wurde ein Fahrradfahrer verletzt, der auf ein geparktes Fahrzeug auffuhr –, zwei Auffahrunfälle und zwei Fälle, wo beim Vorbeifahren Fahrzeuge berührt wurden.

Im gleichen Zeitraum wurden im Tinsdaler Heideweg 20 Unfälle registriert: fünf Vorfahrtsverletzungen, zehn Konflikte im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr – in einem dieser Fälle wurde eine Person leicht verletzt. Bei drei Unfällen wurden beim Vorbeifahren Fahrzeuge beschädigt. Zwei Fahrer kamen infolge Unaufmerksamkeit von der Fahrbahn ab. „Eine vor dem Hintergrund des aktuellen Verkehrsunfalles im Zeitraum vom 25. bis 26. Januar im Tinsdaler Kirchenweg durchgeführte Verkehrsstatistikgerät-Messung ergab eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 44 Kilometern pro Stunde. Das Geschwindigkeitsniveau bewegt sich mit diesen Werten auf einem akzeptablen Niveau“, teilte die BIS mit.

Dass der Tinsdaler Kirchenweg und der Tinsdaler Heideweg in bis zur jeweiligen Kreuzung mit dem Wittenbergener Weg 30er-Zone werden, ist von der Bezirksversammlung Altona bereits vor vier Jahren beschlossen worden. Allein die Umsetzung hakte. Nachdem ein Schulkind im Tinsdaler Kirchenweg bei einem Unfall schwer verletzt wurde, drücken Grüne und SPD aufs Gas. Oder auf die Bremse. „Es muss sofort etwas passieren“, hieß es in einer Pressemitteilung der Altonaer Grünen. „Hilfsweise muss für die Zeit bis zum Beginn der Baumaßnahme eine streckenbezogene Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen Wittenbergener Weg und der Einmündung von Tinsdaler Heideweg und Kirchenweg angeordnet werden“, so die konkrete Handlungsanweisung, die das Papier einfordert. Dem entsprach die Behörde nicht.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen