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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. August 2017 | 06:31 Uhr

Wedeler Au : Stürmisches Tauffest

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Elf Kinder erhalten von der Pastorin den Segen.

Wedel | „Die Taufe besteht aus zwei wichtigen Elementen: Feuer und Wasser“, erklärte Pastorin Susanne Huchzermeier-Bock in ihrer Predigt beim Tauffest an der Wedeler Au. Von letzterem hatte es am Sonnabendmittag mehr als genug gegeben. Die unwetterartigen Niederschläge waren aber das kleinere Problem. Schlimmer waren die Sturmböen, die einen Feuerwehreinsatz an der Batavia nach sich zogen.

„Die Freiwillige Feuerwehr war so freundlich, unser Zelt zu bergen“, sagte die Geistliche. Dieses hatte der Sturm in die Au befördert. Ob es noch genutzt werden kann ist fraglich. „Das Leben besteht aus vielen Neuanfängen. Jeder Tag ist ein Neuanfang“, predigte Huchzermeier-Bock.

Das hatte die Pastorin wettermäßig selbst Stunden zuvor erlebt. Quasi mit Beginn des Tauffestes im Rahmen der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen des Kirchspiels klarte der Himmel nicht nur auf, sondern ließ auch die Sonne die Oberhand gewinnen. Taufe unter freiem Himmel hieß es für Philip Claußen, Oskar Simon Dege, Martha Raev Kamin, Tomke und Nis Mendt, Malin und Thade Panthen, Niels Radtke, Pauline und Charlotte Reinhard sowie Seraphine Tiedemann.

Vor der Kulisse der Batavia und der Wedeler Au hatten die Eltern Tische für die über 200 Gäste aufgebaut und selbst eingedeckt. So gewann die Taufe schnell Picknick- Charakter.

„Wir haben heute elf Kinder, die getauft werden“, sagte die 51-jährige Pastorin und scherzte: „Unsere eigene kleine Jüngerschar.“ Unweit der Wedeler Au, in der vor etwa 700 Jahren ein Hafen beheimatet gewesen sein soll, gab es bereits die Kirche. Dennoch war die Open-Air-Taufe eine Premiere. Dabei sei es zu Zeiten von Jesus Christus normal gewesen, im Fluss getauft zu werden. „Damals wurde man komplett untergetaucht“, erinnerte Huchzermeier-Bock und bot an: „Heute machen wir das nicht so extrem, aber wer untertauchen will, kann das gerne.“

Viele Wanderer und Radfahrer unterbrachen ihren Wochenendausflug und verfolgten den Tauf-Gottesdienst, der musikalisch von der Wedeler Bigband „Elbsound Jazz Orchestra“ begleitet wurde. Zum Abschluss stiegen 200 weiße Luftballons mit einer stilisierten Kirche mit roter Fliege in den Himmel auf. Daran befestigt: Die Taufwünsche der Besucher.

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erstellt am 11.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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