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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 08:32 Uhr

Wedel : Stühlerücken an den Schulen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bertram Rohde übernimmt die Leitung des Rist-Gymnasiums. Stefan Krumme zum neuen Leiter der Barlach-Schule gewählt.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Wedel | 2015 war das Jahr in dem Wedels Schulleiter-Mannschaft ordentlich durcheinander gewirbelt wurde. Im Februar trat Andreas Herwig die Nachfolge von Antonius Soest als Leiter der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) an. Im Mai trat dann überraschend Mechthild Akgün von ihrem Amt an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) zurück. Im Juli verabschiedete sich Claus Gilliard am Johann-Rist-Gymnasium (JRG) – früher als geplant, weil die Gesundheit nicht mehr mitspielte. Plangemäß dagegen der Rückzug von Ulrike Quadfasel an der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBS) aus Altersgründen.

Die beiden letztgenannten Einrichtungen haben nun wohl neue Leiter. Burkhard Springer vom Fachdienst Bildung bestätigte gegenüber dem Tageblatt: Der bisherige Konrektor Stefan Krumme wird neuer Schulleiter an der EBS. Das Rist-Gymnasium wird künftig von Bertram Rohde geleitet, der bis jetzt als schulfachlicher Koordinator am Gymnasium Schenefeld tätig ist. Die beiden Kandidaten wurden vom jeweiligen Schulleiterwahlausschuss gewählt. Für Krummes Wahl fehlt noch die offizielle Bestätigung aus dem Bildungsministerium in Kiel.

Der 47-jährige Krumme bereitet sich aber schon darauf vor, den Posten im zweiten Schulhalbjahr zu übernehmen. Der Pädagoge (Biologie, Sport und Naturwissenschaften) ist gebürtiger Hamburger und begann seine Laufbahn in Wedel. Damals noch an der Ernst-Barlach-Realschule. 2008 wechselte er für fünfeinhalb Jahre an das Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen und kehrte im Februar 2014 als Koordinator in die Rolandstadt zurück. „Ich schätze die sehr interessante, vielfältige und freundliche Schülerschaft und das motivierte Kollegium“, lobt Krumme die EBS und fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn der Wecker morgens um 5.30 Uhr klingelt, habe ich richtig Lust aufzustehen.“ Krumme, der heute in Barmstedt lebt, möchte als Schulleiter die Teamarbeit weiter verbessern. Lehrer sollen mehr untereinander kooperieren, Schüler mehr Verantwortung übernehmen.

Der gebundene Ganztag bleibe eine Herausforderung. Zuletzt bewilligte die Politik 40 Wochenstunden für eine Erzieherstelle, beantragt hatte die Schule eigentlich 80 Stunden. Krumme: „Wir sind zufrieden mit jeder Stunde, aber das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Ganztag funktioniert nur bei entsprechendem Personal.“ Ausgleich vom stressigen Schulalltag und zehrenden Verhandlungen findet Krumme beim Laufen. Vor einem Jahr schaffte der 47-Jährige seinen ersten Marathon. „Und vor der Sitzung des Wahlausschusses bin ich auch erstmal 14 Kilometer am Deich lang gerannt“, sagt Krumme.

Eine interne Lösung an der EBS, ein neues Gesicht am JRG – nur an der Albert-Schweitzer-Schule ist noch keine dauerhafte Nachfolge für Akgün in Sicht. Schulrat Dirk Janssen kommentierte auf Nachfrage: „Zum aktuellen Zeitpunkt liegen an der ASS keine qualifizierten Bewerbungen vor, die Schule wird erneut im Nachrichtenblatt des Landes ausgeschrieben.“

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