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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. August 2017 | 21:57 Uhr

Streit um Hallenzeiten

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Positive Bilanz beim Kulturforum Moorrege / Vorsitzender Dieter Norton empört über Karnevalisten

Beim Kulturforum Moorrege läuft alles prima: Die Mitgliederzahl wächst, das Gelände rund um das Vereinshaus wird stets schöner, und auf der in 2015 in Eigenregie erstellten Boule-Anlage gehen immer mehr Spieler ihrem Freizeitvergnügen unter freiem Himmel nach. Dennoch ist Vorsitzender Dieter Norton nicht zufrieden. Der Grund: Die neue Qigong-Gruppe unter der Leitung von Claudia Mohr platzt aus allen Nähten – aber seine Suche nach einem geeigneten Trainingsraum scheiterte bisher.

Norton machte seinem Unmut während der Hauptversammlung über die vergebliche Raumsuche in ruhigen Worten vor den etwa 35 Mitgliedern Luft. Eineinhalb Stunden dauert das Qigong-Training, bisher dienstags ab 18 Uhr im Vereinshaus, Klinkerstraße 84. Neben dem Platzmangel bereitet die Hygiene dem Clubchef Sorgen, denn die Trainingsmatten müssen auf den Teppichboden gelegt werden, der mit Straßenschuhen betreten wird. Norton versuchte also beim Treffen zur Vergabe von Hallenzeiten eine Buchung des Spiegelsaals im Sportlerhaus An’n Himmelsbarg zu ergattern. Doch das scheiterte an den Moorreger Karnevalisten, schilderte er. Diese haben 28 Stunden reserviert, lehnten eine Abgabe von 90 Minuten in den Frühabendstunden rigoros ab. „Dabei nutzen sie nicht alles, wurde mir berichtet“, klagte Norton. Die einzige mündliche Offerte: montags, 15 Uhr. Doch das komme nicht in Frage, weil viele berufstätig seien. Ein an alle Vorstandsmitglieder gerichteter Brief verhallte ohne Reaktion. Darüber ist der Kulturforumschef auch deshalb besonders sauer, weil die Karnevalisten die Forumsräume nutzen und Norton seit Jahren ein Ideengeber und Aktivposten bei den Großveranstaltungen ist. „Ich finde das sehr unkooperativ und deshalb bin ich ausgetreten“, sagte Norton. Der Forumschef denkt nun über eine interne Lösung nach. „Vielleicht reißen wir den Teppichboden raus und verlegen Laminat“, sinnierte er.

Der Verein hat innerhalb eines Jahres sieben Austritte und 23 Neuzugänge zu verzeichnen gehabt, 105 Männer und Frauen aus der Region nehmen am Vereinsleben teil. Anpacken und selbermachen lautet deren Devise. Der neue von der Gemeinde angelegte Parkplatz wurde bepflanzt, ein Teil der Büsche wurde von der Gemeinde bezahlt.

Ein wichtiger Aktivposten ist Alex Schächel. „Alex und ich verbringen hier viel Zeit um die Anlage zu pflegen“, sagte Norton. Als Dankeschön wurde ihm eine Mini-Kiste mit seinem Lieblingsbier überreicht. Und Schächel darf künftig keinen Beitrag mehr bezahlen – er wurde auf Lebenszeit davon befreit.

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