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Instandhaltung : Straffer Zeitplan für Sanierungen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Umfangreiche Bauarbeiten stehen am Sperrwerk bevor – Behelfsbrücke wird Mitte April genutzt.

Die ersten Absperrungen und Stützen stehen bereits. Auch ein Bagger zieht am Deich entlang der Wedeler Marsch seine Runden, denn am Sperrwerk Wedeler Au rückt die Sanierung näher: „Die tragenden Wände sind auf den ersten zehn Zentimetern Tiefe beschädigt“, lautete das Urteil von Ingenieur Dirk Brandenburg. Er ist zuständig für die Instandhaltungsmaßnahmen am Sperrwerk, die in die Zuständigkeit des Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) fallen. Dabei ist der Zeitplan sehr eng gestrickt und lässt wenig Raum für Unerwartetes – schließlich wolle Brandenburg bis zum 30. September fertig werden.

Aktuell befindet sich das Projekt im ersten Bauabschnitt. Darin inbegriffen sind die Vorbereitungsmaßnahmen zur Trockenlegung des Sperrwerks. Erstes Etappenziel: 15. April. An diesem Tag wolle man mit den Arbeiten an der Gebäudesubstanz beginnen, stellte der Sanierungsbeauftragte in Aussicht. Dafür bohre man nun Anker, die die Wände stützen sollen, sagte Brandenburg.

Darüber hinaus stehen weitere Sanierungen an. So müsse auch die Brücke, die über das Werk führe, erneuert werden. Auch an der Technik werde gearbeitet, so der Verantwortliche. Die Hydraulik und die Eisklappen werden instand gesetzt und aufgefrischt.

Behelfsbrücke nur für Fußgänger und Radler

Kostenpunkt der Maßnahmen: 2,5 Millionen Euro. Allerdings entfielen sämtliche Gelder auf den Landesbetrieb. „Die Stadt Wedel ist nicht daran beteiligt. Das alles sind Maßnahmen, die auf Landesebene abgewickelt werden“, erläuterte Brandenburg.

Wenn Mitte April die Trockenlegung vollzogen worden ist, sperre man auch die Brücke, ergänzte Brandenburg. „Für die Fußgänger und Radfahrer auf dem Deich bedeutet das aber nicht, dass sie den Weg nicht nutzen können“, versprach er. Bevor die Bauarbeiten beginnen, wird eine Behelfsbrücke installiert. „Die werden wir aufstellen, noch bevor die Wege gesperrt sind“, so der Ingenieur.

Die Überquerung führt dann entlang des Deichverteidigungsweg und soll für Drahteselfahrer und Spaziergänger genügend Platz bieten, ihren Weg fortzusetzen. Aber auch für Rettungseinsätze sei vorgesorgt: „Auf dieser Brücke gibt es eine Fahrspur – die darf aber nur von Polizei, Rettungswagen oder Feuerwehr bis
6,5 Tonnen genutzt werden“, beschrieb Brandenburg die Sicherheitslage.

Und danach? „In den kommenden Jahren werden wir – Stück für Stück, Linie für Linie – die Tore erneuern“, stellte Brandenburg in Aussicht. Eine parallele Instandhaltung käme nicht infrage – dafür seien die Arbeiten zu aufwendig. „Außerdem haben wir nach einer aktuellen Beurteilung eine Karenzzeit seitens des Statikers bekommen, die wir ausnutzen werden.“

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